Sechs Minuten reichen für die nächste Pleite!

Unsere Wölfe stehen auch an diesem Wochenende leider mit leeren Händen da - gegen den LASK spielte man zwar über einen Großteil der Partie gut mit, gab aber durch sechs komplett verschlafene Minuten das gesamte Spiel aus der Hand. Dementsprechend frustriert zeigten sich auch alle Beteiligten auch nach dem Abpfiff.


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Nachdem das erste Spiel auf der Betreuerbank des Wolfsrudels beim SK Rapid Wien leider kein Erfolgserlebnis gebracht hatte, wollten Leitwolf Dietmar Kühbauer und die restlichen Wölfe diese verlorenen Punkte bei dessen Heimpremiere unbedingt zurückholen. Ein schwieriges Unterfangen, zumal mit dem LASK die bislang beste Frühjahrsmannschaft in der NV Arena zu Gast war.

Unser Neo-Cheftrainer veränderte seine Startelf für das Aufeinandertreffen mit den Linzern nur auf einer Position und verhalf Youngster Aleksandar Vucenovic anstelle von Roope Riski zu seinem Debüt in der Anfangsformation.

Stabile Defensive in Halbzeit Eins

Und im ersten Durchgang zeigten sich unsere Wölfe vor allem in der Defensive ausgesprochen souverän – mit Ausnahme einer Gelegenheit von Joao Victor, der nach einem Riegler-Fehler das Leder über das Tor hob (6.), brachten die favorisierten Gäste nämlich lange Zeit keine nennenswerten Aktionen zustande.

Auf der Gegenseite fehlte unserer Elf hingegen in ihren jeweiligen Situationen der entscheidende Nachdruck, um wirklich gefährlich zu werden. Somit entwickelte sich vor 3.000 Zusehern eine hart umkämpfte Partie, die sich hauptsächlich im Mittelfeld abspielte.

Einmal brannte es allerdings doch im Strafraum unserer Blau-Gelb-Roten: Nach einer Ecke setzte sich Trauner im Luftzweikampf mit Diallo durch, doch Riegler verhinderte mit einer Glanztat und der Mithilfe der Innenstange die Führung für die Linzer (39.). Somit ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen.

Dreifachschlag bringt Entscheidung

Aus ebendiesen kam unser Wolfsrudel dann aber deutlich ambitionierter – erstmals in dieser Partie hatte man ein klares Übergewicht und drängte auf das 1:0. Und das wäre beinahe auch gelungen, hätte Luan bei einem eigentlich perfekt gesetzten Kopfball nicht in LASK-Schlusmann Pervan und der Unterkante der Latte seinen Meister gefunden (54.). Und so nahm das Unglück auf der anderen Seite seinen Lauf…

Denn quasi im Gegenzug wurde der erste Fehler unserer Hintermannschaft bitter bestraft – nach einer eigenen Ecke lief man nämlich in einen Konter, den Michorl aus 25 Metern mit einem satten Schuss zum 0:1 vollendete (57.). Ein Rückschlag für unsere Mannschaft, der allerdings noch schlimmer werden sollte.

Denn nur wenige Minuten später produzierte Atanga ein vollkommen unnötiges Foul im Strafraum und Joao Victor brachte die Linzer per Elfmeter mit zwei Treffern in Front (61.). Und nur drei Minuten später schlug es erneut ein, als Riegler zwar zunächst gegen Michorl und Wiesinger retten konnte, beim dritten Abschluss von Tetteh aber machtlos war (64.)…3:0 und damit die Vorentscheidung in diesem Spiel!

Im Anschluss daran fand das Wolfsrudel zwar wieder zu seinem Spiel zurück, am Ausgang der Partie sollte dieser Umstand aber nichts mehr ändern. Zunächst scheiterte Huber mit einem Kopfball noch an Pervan (73.), ehe kurz vor Schluss noch der Ehrentreffer gelang – nach einem schönen Zuspiel von Schütz kam der eingewechselte Ingolitsch aus zentraler Position frei zum Abschluss und hämmerte das Leder zum 1:3 in die Maschen (86.).

Richtig Freude wollte allerdings keine mehr aufkommen, denn wenig später pfiff Schiedsrichter Harkam die Partie ab und so war die sechste Niederlage in Folge leider bittere Realität. Eine Tatsache, die auch Leitwolf Dietmar Kühbauer überhaupt nicht schmeckte: „Uns hat in der ersten Hälfte ein bisschen der Mut gefehlt. Dann hatten wir die Chance, wo Pervan toll gehalten hat. Dann hatten wir zwei individuelle Fehler, dann als Draufgabe das 3:0. Sechs Minuten haben dem LASK gereicht. Es war ein Spiel, das so nicht enden hätte müssen. Wir haben leider das Spiel weggeschmissen.“

 

SKN St. Pölten   - LASK Linz                        1 : 3  ( 0 : 0 )

NV Arena,  3.000 Zuseher, SR Harkam

Tore: 0:1 Michorl (57.), 0:2 Joao Victor (61., Elfmeter), 0:3 Tetteh (64.), 1:3 Ingolitch (86.).

SKN: Riegler – Stec, Huber, Diallo, Luan, Mehmedovic (85. Ingolitsch) – Atanga (65. Pak), Hofbauer (65. Ambichl), Rasner, Schütz – Vucenovic.

LASK Linz: Pervan – Ramsebner, Trauner, Pogatetz – Ranftl, Holland, Michorl, Wiesinger – Goiginger (78. Reiter), Tetteh (84. Gartler), Joao Victor.

Gelbe Karten: Schütz (34., Foul), Mehmedovic (47., Foul), Vucenovic (52., Foul), Luan (64., Kritik) bzw. Michorl (20., Foul).