Wölfe scheitern nach zweimaliger Führung im Elfmeterschießen!
08.02.2020

Bitteres Cup-Aus im Viertelfinale!

Der Pflichtspielstart ins Jahr 2020 ist für unseren spusu SKN St. Pölten leider überhaupt nicht nach Wunsch verlaufen: Im Viertelfinale des Uniqa ÖFB Cups lag unser Rudel gegen den FC Wacker Innsbruck sowohl kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit, als auch zum Schluss der Verlängerung in Führung, brachte den Vorsprung allerdings jeweils nicht über die Zeit. Im Endeffekt musste man sich im Elfmeterschießen geschlagen geben und schied aus dem diesjährigen Pokalbewerb aus…

Den ersten kleinen Schock für unser Rudel gab es bereits kurz vor dem Anpfiff: Stefan Stangl musste beim Aufwärmen mit einer Oberschenkelverletzung passen, für ihn rückte George Davies in Aufgebot. Somit liefen mit Christoph Klarer, Alan Lima Carius, Nico Gorzel und Nicolas Meister gleich vier Neuerwerbungen im ersten Pflichtspiel des Jahres auf. Zu Beginn tat sich unsere Mannschaft gegen den Zweitligisten allerdings äußerst schwer…

Knapper Rückstand nach 45 Minuten

Denn gegen eine sehr gut organisierte Innsbrucker Abwehr wollte die Offensiv-Maschinerie der Wölfe nicht so richtig ins Laufen kommen. Versuche von Ingolitsch (7.) und Alan (10.) brachten nicht den gewünschten Erfolg, bei der ersten Großchance schoss Muhamedbegovic aus kurzer Distanz über den Kasten (14.).

Spielerisch hatte man die Partie im Griff und ließ die Tiroler nicht zur Entfaltung kommen, im Angriff fehlten aber weiter die zündenden Ideen. So wurde etwa ein Freistoß von Alan zur leichten Beute für Innsbruck-Schlussmann Wedl (36.). Auf der anderen Seite machten es die Gäste leider besser. Nach einem Querpass von Galle kam Zaizen in der Mitte zum ersten Abschluss der Grumser-Elf im gesamten Spiel und traf per Ferse zum 0:1 (36.). Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Kabinen.

Wölfe geben Sieg aus der Hand

Kurz nach dem Seitenwechsel wäre die Partie dann beinahe entschieden gewesen, doch Riegler konnte sich im Eins gegen Eins mit Galle auszeichnen (50.). Danach übernahmen allerdings endlich unsere Wölfe das Kommando auf dem Feld, eine gute Chance von Alan wurde aber noch geblockt (53.), ehe Pak aus guter Position über die Latte schoss (59.).

Nach 70 Spielminuten war der Bann aber gebrochen: Nach einem Foul an Ingolitsch im Strafraum übernahm Luxbacher die Verantwortung und verwertete den fälligen Elfmeter staubtrocken zum 1:1-Ausgleich (70.)! Unser Rudel war jetzt das deutlich aktivere Team und schnürte den Zweitligisten in deren eigener Hälfte ein, Möglichkeiten durch Klarer (81.), Pak (83.) und Ingolitsch, der frei vor dem Kasten an Wedl scheiterte (87.), blieben aber ungenutzt.

Kurz vor dem Schlusspfiff fand man dann aber scheinbar doch den Weg auf die Siegerstraße: Nach einer Ecke brachte Schütz das Leder nochmals ins Zentrum, wo Klarer goldrichtig stand und per Kopf die Führung besorgte (91.). Aber dieser Treffer sollte leider nicht zum Aufstieg reichen – denn mit der letzten Aktion des Spiels traf „Joker“ Yildrim gegen den zu diesem Zeitpunkt gegen den bereits für den verletzten Riegler eingewechselten Vollnhofer zum abermaligen Ausgleich und sorgte damit für eine Verlängerung (96.).

Brutales Aus im Elfmeterschießen

Dort war es erneut unser Rudel, dass den besseren Start erwischte: Nach einer Glanzparade von Vollnhofer bei einem Freistoß von Satin (93.) ging man erneut nach einer Ecke in Front, als sich Pak in der Mitte am höchsten schraubte und punktgenau ins rechte Eck traf – 3:2 (94.)! Unser Team hatte das Spiel nun vollkommen im Griff, verabsäumte es aber aus zahlreichen aussichtsreichen Situation Kapital zu schlagen und die Partie endgültig zu entscheiden…

Die größte Chance ließ Davies aus, der nach einer schönen Kombination frei vor dem Tor auftauchte, jedoch an Wedl scheiterte (104.). Und so gab es ein Deja-Vu zur regulären Spielzeit…in der letzten Aktion des Spiels holte Muhamedbegovic im Sechzehner konnte von den Beinen, Satin trat zum Strafstoß an und glich zum 3:3 aus (120.).

Somit ging es ins Elfmeterschießen, wo am Ende die Gäste das bessere Ende für sich hatten. Während bei den Tirolern alle Schützen verwerteten, scheiterte unser Youngster Christoph Messerer an Goalie Wedl, wodurch das Pokalaus bittere Realität war. Nun gilt es, diese Pleite entsprechend aufzuarbeiten und sich ab dem kommenden Wochenende auf den Ligaalltag zu konzentrieren…

 

spusu SKN St. Pölten – FC Wacker Innsbruck  6 : 8 n.E. (0 : 1, 2 : 2, 3 : 3)

Tore: 0:1 Zaizen (36.), 1:1 Luxbacher (70./Elfmeter), 2:1 Klarer (90.), 2:2 Yildrim (90+6), 3:2 Pak (94.), 3:3 Satin (120./Elfmeter).

 

spusu SKN St. Pölten: Riegler (88. Vollnhofer) – Klarer, Drescher, Muhamedbegovic – Ingolitsch, Luxbacher (103. Hofbauer), Gorzel, Alan (72. Schütz), Davies – Meister (46. Messerer), Pak.

 

„Die Erwartungen waren riesengroß. Wir haben uns gut vorbereitet, aber scheitern wie in der Hinrunde an unserer Durchschlagskraft vorne. So wie es gelaufen ist, ist es natürlich sehr brutal. Wir müssen es eigentlich in 90 Minuten erledigen. Aber das ist halt der Cup.“

Daniel Drescher
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