Wölfe geben den Dreier aus der Hand!
24.06.2020

Bitteres Remis gegen die WSG Tirol!

Unser spusu SKN St. Pölten hat es leider erneut verabsäumt sich vom Tabellenende entscheidend abzusetzen. Gegen die WSG Tirol htte man das Geschehen auf dem Rasen gut im Griff und führte durch einen Burke-Elfmeter mit 1:0, ein unnötiger Platzverweis ließ die Partie aber kippen, wodurch man sich am Ende mit einem Punkt begnügen musste.

Sowohl SKN-Leitwolf Andreas Ibertsberger, als auch sein Wattener Trainer-Kollege Robert Silberberger schickten ihre Teams mit offenem Visier in das ausgerufene „Sechspunkte-Spiel“: Beide Mannschaften begannen mit drei Stürmern! Und vor allem die Gäste starteten überfallsartig. Stefan Maierhofer bekam nach 32 Sekunden seine erste Chance, wurde aber letztendlich erfolgreich am Abschluss gehindert. In der Folge gab’s dann allerdings wenige Offensivaktionen. Auf beiden Seiten dominierten die Abwehrreihen, die das Geschehen zumeist im Griff hatten. Die Wölfe hatten zwar mehr Ballbesitz, allerdings gab’s immer wieder Fehlpässe und so kam man kaum zu guten Möglichkeiten. Die Gäste verteidigten sich geschickt und versuchten immer wieder Nadelstiche zu setzen – alleine, es blieb beim Versuch.

In der Schlussphase der ersten Spielhälfte setzten sich unsere Wölfe aber immer mehr in der Hälfte der Tiroler fest. Richtig gefährlich wurde es allerdings nur bei Weitschüssen. So scheiterte etwa Robert Ljubicic mit einem Versuch knapp außerhalb des Strafraums an Ferdinand Oswald. In Minute 43 kam man endlich einmal in die Box. Nach herrlicher Vorarbeit von Gorzel wollte Kofi Schulz zum Abschluss ansetzen, doch Dino Kovacec behinderte ihn. Und Schiedsrichter Harald Lechner zögerte nicht lange, entschied sofort auf Strafstoß. Cory Burke ließ sich die Chance nicht nehmen und hämmerte den Ball vom Elfmeterpunkt unter die Latte – 1:0 für die Wölfe kurz vor der Pause!

Nach dem Wechsel kamen die Wattener sehr aggressiv aus der Kabine, versuchten sofort Druck zu erzeugen. Und das gelang auch. Aber richtig Gefahr für das Tor von Christoph Riegler bestand nicht. Dafür gab’s in Minute 56 die erste Großchance für unsere Wölfe: Alan kam alleine vor Oswald zum Abschluss, aber anstatt aufzuspielen knallte der Brasilianer den Ball ins Außennetz. Wenige Minuten später machte er es besser, setzte Robert Ljubicic ideal ein, doch der schob den Ball knapp am Tor der Gäste vorbei. Und in der Tonart ging es weiter. Die nächste Chance hatte Cory Burke, der unwiderstehlich auf das Gäste-Tor stürmte. Er wurde letztendlich von Bruno Soares, der alleine auf weiter Flur verteidigte, regelwidrig gestoppt – es gab für das derbe Foul allerdings nur Gelb. Die nächste Chance hatte dann George Davis in Minute 64 – auch er verzog aber aus aussichtisreicher Position.

Mitten hinein in das Konter-Feuerwerk unseres Rudels, das die Vorentscheidung mehrmals auf dem Fuß hatte, kam dann der Schock: Nico Gorzel, der kurz zuvor Gelb wegen Ballwegschießens gesehen hatte, musste nach einem derben Foul mit Gelb-Rot vorzeitig in die Kabine (68.). Zwar schwächten sich die Wattener auch selbst – Soares sah die Ampelkarte (73.) - aber in der Schlussphase wurden sie trotzdem immer stärker. Und sie kamen auch zu Chancen. So rettete etwa Sandro Ingolitsch nach einem Kopfball vom eingewechselten Stefan Hager auf der Linie (77). In Minute 83 war dann aber keiner der SKN-Spieler mehr zur Stelle – Zlatko Dedic traf doch noch zum 1:1. Am Ende musste man sogar noch um das Remis zittern, doch Riegler hielt in der Nachspielzeit gegen Maierhofer den Punkt fest (93.).

Somit gab´s für unsere Elf einen eher "verschenkten Sieg" und damit zwei wohl verlorene Punkte zu verdauen. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt allerdings nicht, denn bereits am Samstag geht´s im Duell mit dem FK Austria Wien um die nächsten wichtigen Zähler im Kampf um den Ligaverbleib.


spusu SKN - WSG Tirol 1 : 1 ( 1 : 0 )

NV Arena, SR Lechner, keine Zuseher

Tore: 1:0 Burke (44., Elfmeter), 1:1 Dedic (84.).


spusu SKN St. Pölten: Riegler; Klarer, Luan, Muhamedbegovic; Ingolitsch (80. Hofbauer), Gorzel, R. Ljubicic, Schulz; Alan (63. Meister), Burke (80. Ouedraogo), Davies (71. Rasner)

WSG Tirol: Oswald; Neurauter (62. Santin), Svoboda, Soares; Kovacec (72. Gölles), Petsos, Rieder (76. Hager), Buchacher (62. Nitzelnader); Yeboah, Maierhofer, Dedic


Gelb-Rot: Gorzel (69., Foulspiel); Soares (73., Foulspiel).

 

„Wir haben eine riesengroße Chance liegen gelassen. Wir haben einen toten Gegner zum Leben erweckt. Wir hatten die Partie richtig gut im Griff. Wir müssen in der zweiten Halbzeit das 2:0, 3:0 machen. Durch eine dumme Aktion bringen wir uns in Unterzahl, dann rennt das in eine komplett falsche Richtung. Dass man dort so reingrätscht, ist für mich nicht nachvollziehbar. Das hat der Mannschaft extrem geschadet. Natürlich hat die WSG dann alles nach vorne geworfen. Unerklärlich, dass man so ein Spiel aus der Hand geben kann.“

Robert Ibertsberger
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