Goran Zvijerac im Juniors-Interview!
27.11.2021

„Die Entwicklung des Teams geht schneller als gedacht“

Mit 20 Punkten aus 13 Spielen und zehn Partien in Serie ohne Niederlage geht´s für unsere Juniors in die Winterpause. Höchste Zeit also, um mit unserem Juniors-"Leitwolf" Goran Zvijerac ein Fazit über die Herbstsaison zu ziehen!

Goran, durch die Absage des Nachtragsspiels gegen den SC Zwettl geht´s für unsere spusu SKN Juniors nach 13 Spielen in die Winterpause. Wie fällt dein Fazit der letzten Monate aus?

Punktetechnisch muss man sagen, dass am Ende des Tages doch der ein oder andere Zähler mehr hätte herausschauen müssen. In den ersten Spielen hat uns aufgrund des großen Kaderumbaus im Sommer und der jungen Altersstruktur in der ein oder anderen Situation die Cleverness gefehlt, um die Spiele für uns zu entscheiden.

Das hat sich im Verlauf der Meisterschaft aber kontinuierlich verbessert. Die Jungs haben die neue Spielphilosophie mit hohem Pressing und schnellem Kurzpassspiel sehr schnell verinnerlicht. Dieser Prozess ist dann sogar schneller vonstattengegangen, als erwartet, was mich natürlich besonders gefreut hat. Die Spieler glauben an unsere Idee und ziehen voll mit. Der Lohn waren am Ende die zehn ungeschlagenen Spiele in Folge.

Womit warst du ganz besonders zufrieden und wo siehst du noch das größte Verbesserungspotenzial?

Verbesserungspotenzial gibt es immer. Ein großes Manko im Herbst war in einigen Spielen definitiv die Chancenauswertung. Die muss im Frühjahr, wenn die Verletzten im Offensivbereich zurückkehren, auf alle Fälle besser werden. Außerdem wird es ein wichtiger Faktor sein, in Zukunft gegen tiefstehende Gegner Lösungen zu finden. Wir haben uns in den letzten Wochen zu einer der spielstärksten Mannschaften der Liga entwickelt. Das ist natürlich auch der Konkurrenz nicht entgangen, die sich bei den Duellen gegen uns vorwiegend auf die Defensive konzentriert. Hier gilt es den Hebel anzusetzen, um in solchen Spielen entsprechend auf diese Situationen reagieren zu können.

Generell muss ich aber sagen, dass sich die Jungs im physischen und taktischen Bereich sehr gut entwickelt haben. Trotz der Tatsache, dass wir eigentlich fast mit einer U19-Mannschaft agieren, treten wir auf dem Platz sehr dominant auf und wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken. Die Mannschaft hat einen sehr guten Charakter und hat unsere Idee des Fußballs in kurzer Zeit super angenommen. Darauf lässt sich für die Zukunft aufbauen.

Durch den Lockdown kommt die Winterpause für unsere Jungwölfe nun aber früher als erwartet, da auch kein Training mehr möglich ist. Wie bitter ist dieser Umstand aus deiner Sicht?

Natürlich ist es schade, dass die Pause zum erhofften Trainingsstart nun viel länger ist als angenommen. Wir hatten eigentlich vor gemäß dem Grundsatz „Stärken stärken, Schwächen schwächen“ noch einige Einheiten abzuhalten. Da hätte es die Möglichkeit gegeben noch individueller auf die einzelnen Spieler einzugehen, ohne auf den kommenden Gegner oder die Belastungssteuerung Rücksicht nehmen zu müssen. Zum anderen fehlt uns nun die Möglichkeit Spieler zu sichten, die für uns in Zukunft interessant wären. Dennoch müssen wir jetzt einfach das Beste aus der Situation machen.

Nun sind die Juniors für die Spieler auch immer eine Art „Sprungbrett“ für höhere Aufgaben. Traust du deinen Jungs den Sprung in die Kampfmannschaft zu?

Definitiv! Einige von ihnen haben sich sehr gut entwickelt und bewiesen, dass dieser Aufstieg für sie möglich ist. Jaden Montnor und Marcel Pemmer haben zum Beispiel bereits mit den Profis trainiert und einen positiven Eindruck hinterlassen. Aber auch bei anderen Spielern sehe ich durchaus das Potenzial, dass sie sich auch in der ersten Mannschaft durchsetzen können.

Wie läuft aus deiner Sicht die Zusammenarbeit mit dem Trainerteam Helm/Pogatetz?

Da kann ich eigentlich nur Positives berichten. Zwischen uns gibt es einen regelmäßigen Austausch über alle Spieler, der immer auf Augenhöhe abläuft. Ich möchte den beiden an dieser Stelle auch danken, dass sie die Juniors-Mannschaft immer mit Spielern aus der Profimannschaft unterstützt haben, wenn Not am Mann war und wir kadertechnisch durch Verletzungen Probleme gehabt haben. Das ist nämlich absolut nicht selbstverständlich!

Wie sehen jetzt die Ziele für die Frühjahrssaison aus?

Vorrangig geht es auf alle Fälle einmal darum, die Entwicklung der Mannschaft kontinuierlich voranzutreiben. Dabei wollen wir aber definitiv mehr Punkte als im Herbst holen und unsere Tabellenposition nach oben korrigieren. Ich persönlich glaube sogar, dass der „Frühjahrsmeister“ im Bereich des Möglichen ist. Letzten Endes geht es aber natürlich darum, den ein oder anderen Spieler im Sommer in den Profikader zu integrieren. Das würde mich auf alle Fälle stolz machen!

Eine abschließende Frage noch zur aktuellen Saison in der 1. NÖ Landesliga – wer wird aus deiner Sicht das Rennen um den Titel machen?

Es muss wohl schon sehr viel passieren, dass Scheiblingkirchen dieses Jahr nicht den Titel holt. Ihre Leistung mit 14 Siegen aus 14 Spielen verdient schon sehr viel Respekt. Sollten sie aber wider Erwarten aus der Spur kommen, hat Krems wohl noch eine kleine Chance das Rennen nochmal spannend zu machen. Fakt ist aber, dass wir beide im Frühjahr auf alle Fälle ärgern wollen!

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