Christoph Riegler im Interview!
18.11.2020

"Die Kontinuität müssen wir uns erarbeiten!"

Die Länderspielpause neigt sich dem Ende entgegen - höchste Zeit also, um sich mit unserem Kapitän über die aktuelle Lage bei unserem spusu SKN St. Pölten zu unterhalten. Was unser Christoph Riegler über den bisherigen Saisonverlauf, den Umgang mit Coronafällen und die kommenden Aufgaben zu sagen hat, erfahrt ihr hier im Interview!

Christoph, sieben Runden sind in der neuen Saison gespielt. Man hat in diesen Partien zehn Punkte geholt und steht auf dem vierten Tabellenplatz. Zufrieden mit dieser Ausbeute?

Ganz ehrlich – wenn uns vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir zu diesem Zeitpunkt mit zehn Punkten dastehen, hätten wir das wohl alle unterschrieben. Ich finde, dass wir uns auf einem guten Weg befinden, auch wenn noch viel Potenzial nach oben vorhanden ist. Wir haben in den letzten Tagen als gesamtes Team daher auch einige Punkte definiert, die wir verbessern wollen, damit wir unsere Ziele erreichen.

Unser Cheftrainer hat vor einigen Wochen gesagt, dass man nach den kommenden Duellen gegen die „Top 4“ sehen würde wo man als Team steht. Jetzt gab es gegen diese vier Teams drei Niederlagen und einen Sieg, dazu den Erfolg gegen Ried und die Pleite gegen die WSG Tirol. Warum kann man die Top-Leistungen – wie zB jene gegen den Wolfsberger AC – bislang nicht dauerhaft abrufen?

Es fehlt definitiv noch die Kontinuität in unserem Spiel. Daher arbeitet auch die ganze Mannschaft und das Trainerteam daran dieses ständige Auf und Ab zu verhindern und konsequent unser Leistungsmaximum abzurufen. Da geht es vor allem darum, dass Abläufe und Mechanismen im Spiel noch stabiler ablaufen und wir noch mehr Selbstverständnis in gewissen Situationen an den Tag legen. Generell merkt man aber auch, dass sich die Gegner sehr intensiv mit unserem Spiel befassen und speziell auf unseren Spielstil eingehen. Wir werden von den anderen Mannschaften definitiv anders wahrgenommen, als in der vergangenen Saison. Das ist zum einen ein Kompliment für uns, andererseits aber auch eine gewisse Herausforderung, da wir mit dieser veränderten Situation auch umgehen müssen.

Kommen wir zur aktuellen Phase: Die zweite Länderspielpause neigt sich jetzt langsam dem Ende entgegen, wo ist da innerhalb der Mannschaft besonders der Fokus gelegen?

In der ersten Woche wurde viel Wert auf die körperliche und mentale Regeneration gelegt, um die Kraftreserven wieder aufzufüllen. Die letzten Wochen haben schon an den Kräften gezehrt und zahlreiche Spieler hatten leichte Blessuren, die man auskurieren musste. Seit dem Wochenbeginn, an dem auch die zuletzt positiv getesteten Spieler wieder ins Training einsteigen konnten, ist wieder alles auf die Vorbereitung auf das kommende Wochenende ausgerichtet.

Du hast da nächste Stichwort gerade erwähnt - leider gab´s bei unseren Wölfen ja in den letzten Wochen auch einige Corona-Fälle. Wie geht man damit als Spieler um?

Für uns ist das natürlich auch keine einfache Situation. Vor allem, wenn du teilweise am Matchtag nicht weißt, ob du in ein paar Stunden spielberechtigt bist. Daher ist es zum Teil mühsam, aber dennoch bin ich dankbar, dass wir unsere Spiele weiter durchführen können. Für uns ist es daher wichtig, sich an die Grundregeln zu halten und die Infektionsgefahr für das Team somit so gering wie möglich zu halten.

Kommen wir zum bevorstehenden Wochenende und dem Duell mit dem FK Austria Wien. Was erwartest du von diesen 90 Minuten?

Ich schätze die Austria als eine sehr offensive Mannschaft ein, die mit Sicherheit damit plant, dass sie in diesem Spiel drei Punkte einfahren wird. In den letzten Spielen haben wir allerdings gegen die „Veilchen“ immer gut performt. Daher gehe ich von einer bis zum Schluss offenen Partie aus, bei der wir unbedingt ein positives Ergebnis erzielen möchten. Wenn uns das gelingt, wäre das für ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

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