Der große Jahresrückblick des Wolfsrudels!
31.12.2020

Ein etwas anderes Jahr!

2020 war wohl für jeden ein wenig anders als gewohnt. So auch für unseren spusu SKN St. Pölten: Corona Pause, neuer „Leitwolf“, Abstiegskampf, Kaderumbruch und ein solider Herbst…das alles hatten die letzten Monate für uns zu bieten. Kurz vor dem Jahreswechsel werfen wir nochmal einen Blick zurück!

Als unser Rudel am 7. Jänner 2020 das Training nach der Winterpause wieder auf den Platz zurückkehrte, rechnete wohl noch keiner damit, was im Verlauf des Jahres alles passieren würde. Zu diesem Zeitpunkt standen, inklusive Trainingslager in der Türkei, die Vorbereitung auf das Cup-Viertelfinale gegen Wacker Innsbruck und der Abstiegskampf in der Bundesliga auf dem Programm.

Voll motiviert ging man ins neue Pflichtspieljahr, musste aber leider ein paar Dämpfer einstecken: Gegen die Tiroler kam das Cup-Out im Elfmeterschießen, während man in der Liga mit zwei Remis und zwei Niederlagen den Grunddurchgang nicht wunschgemäß auf dem letzten Platz abschlossen hat.

Am 9. März war daher ein Wechsel auf der Cheftrainer-Position die Folge: Robert Ibertsberger übernahm die Agenden von Alexander Schmidt; und der neue „Leitwolf“ wollte sofort mit seinem Team durchstarten, er durfte aber nicht! Noch vor seinem Debüt auf der Trainerbank legte der erste Corona-Lockdown auch die Bundesliga für knapp drei Monate lahm, wodurch der neue Coach nicht nur mehr als 70 Tage auf sein erstes Pflichtspiel warten musste, sondern auch dazu gezwungen war, den Trainingsbetrieb nach nur einer Woche einzustellen: „Das war für uns alle komplettes Neuland. Niemand hat gewusst, wie lange es noch so weiter geht und wie wir den Betrieb im „Homeoffice“ bestmöglich fortführen können. Aber ich glaube, dass wir das als Team ganz gut über die Bühne gebracht haben“, erinnert sich Cheftrainer Robert Ibertsberger heute zurück.

Erfolgreiche Spiele in der Quali-Gruppe und neuer Sportdirektor

Den Beweis traten die Wölfe dann in der, leider von Geisterspielen geprägten, Qualifikationsgruppe an, die am 2. Juni mit einem 5:0-Kantersieg in Tirol gestartet wurde. Mit weiteren Siegen gegen die Austria, Mattersburg, die Admira und Altach holte man in diesen zehn Spielen 17 Punkte und schaffte mit Platz Neun souverän den Klassenerhalt.

Beim Saisonausklang gegen den SCR Altach in der NV Arena ist mit Georg Zellhofer zudem ein neuer Sportdirektor an Bord gekommen, der auch gleich die Marschoute für die Zukunft vorgegeben hat. In einem seiner ersten Interviews meinte der gebürtige Niederösterreicher: „Es geht darum, einen Kader zusammenzustellen, mit dem wir gut in die kommende Saison starten können. Aus meiner Sicht gilt in diesem Zusammenhang vor allem das Motto ´Qualität vor Quantität´. Wir möchten nur Spieler holen, die uns wirklich weiterhelfen können und zusätzlich eine gesunde Mischung aus Routiniers und jungen Spielern finden. Das soll auch in Zukunft so sein.“

Dieses Versprechen sollte gehalten werden! Nach einem großen Kaderumbruch, bei dem auch verdiente Spieler wie Michael Ambichl, Dominik Hofbauer oder Sandro Ingolitsch den Verein verließen, sind die Wölfe stark in die neue Saison gestartet und haben einen soliden Herbst gespielt.

Neues Stürmerduo Hugi/Schmidt

Angeführt vom neuen Offensivduo Dor Hugi/Alexander Schmidt, die jeweils bereits sieben Treffer erzielt haben, konnte man aus den ersten zwölf Spielen insgesamt 15 Punkte holen und damit auf dem siebenten Tabellenplatz überwintern, in Schlagdistanz zu den Top 6. Besonders in Erinnerung geblieben sind dabei der 5:0-Derbysieg bei der Admira, sowie die deutlichen 4:0- und 4:2-Siege gegen Aufsteiger Ried und die Europacup-Fighter aus Wolfsberg.

23 geschossene Tore und damit ein Schnitt von 1,92 Treffern pro Match nach zwölf Partien sind zudem ein absoluter Höchstwert des spusu SKN in der noch jungen Bundesliga-Geschichte. Das Wolfsrudel hat sich vor allem vor der Pause treffsicher gezeigt, denn 15 von 23 Toren sind in der ersten Halbzeit gefallen.

Für Trainer Robert Ibertsberger gibt es noch reichlich Verbesserungspotenzial: „Wir sind auf einem guten Weg und möchten diesen auch im neuen Jahr weiter fortführen. Dazu zählt auch, dass wir mehr Konstanz in unsere Spiele und damit auch in die Ergebnisse bringen. Das hat in den letzten Wochen leider ein bisschen gefehlt. Insgesamt können wir aber aus meiner Sicht mit den Leistungen über das gesamte Jahr zufrieden sein und wollen unsere gute Ausgangslage im Frühjahr nutzen.“

Entwicklungsschritte auch in den anderen Mannschaften

Aber auch in den anderen Mannschaften des spusu SKN hat sich in diesem Jahr einiges getan: So wurde etwa der Kader der Juniors Mannschaft erneut stark verjüngt und somit zahlreichen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs und der St. Pöltner Akademie die Möglichkeit gegeben sich in der 1. Niederösterreichischen Landesliga zu beweisen. Dem Team mit dem mit Abstand niedrigsten Altersschnitt der Liga wurde mit Marc Schweinshaupt auch ein neuer Trainer zur Seite gestellt, der sich um die Weiterentwicklung der jungen Talente kümmert.

Vor einer großen Aufgabe stand hingegen auch unsere Jugendabteilung: Durch den Lockdown konnten unsere knapp 200 Nachwuchsspieler lange Zeit nicht ihrem Hobby nachgehen, wodurch in diesem Bereich entsprechende Alternativen gefunden werden mussten. Dennoch schaffte man es durch eigens erstellte Heimtrainingsprogramme und live im Internet übertragene Einheiten den Trainingsbetrieb weiter aufrecht zu erhalten und den Kindern und Jugendlichen trotz der schwierigen Umstände Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung zu bieten. Zudem gelang nach Christoph Messerer mit Julian Keiblinger in diesem Jahr dem nächsten Eigenbauspieler den Sprung zum Trainingsbetrieb der Kampfmannschaft. Er durfte bereits mehrmals bei Testspielen sein Können unter Beweis stellen – eine Bestätigung für die gute Arbeit der Jugendabteilung.

Eine besondere Ehre wurde heuer außerdem dem Special Need Team zuteil: Das Projekt „Ballschule“, das den SpielerInnen neben dem regulären Trainingsbetrieb zur Verfügung steht und sie im Rahmen eines Persönlichkeitsprogramms in den Bereichen Selbstständigkeit, Persönlichkeitsbildung, Schulische Belange und Sachbegegnungen coacht, wurde für den UEFA Grassroots Award nominiert.

Wir freuen uns sehr, dass wir in der Kategorie der Profi-Vereine das Projekt einreichen konnten. Das ist eine schöne Bestätigung unserer Arbeit, und wir sind sehr stolz darauf, diese Initiative auch international im europäischen Fußball präsentieren zu können“, ist Trainer Christian Pennerstorfer stolz auf die Nominierung.

Digitalisierungsschritte umgesetzt

Aber auch abseits des grünen Rasens hat es einige wesentliche Entwicklungen gegeben: so wurde in diesem Jahr ein bedeutender Schritt in Richtung Digitalisierung gesetzt. Die neue SKN Trace App ist in sehr kurzer Zeit zum Start der neuen Saison umgesetzt worden und bietet neben der für die Behörden notwendigen Matchregistrierung zur Personen-Nachverfolgung auch die digitalen Arena News mit alle Infos zu den jeweiligen Heim- und Auswärtsspielen bequem auf dem Smartphone.

Zu jedem Heimspiel wird überdies in dieser Saison eine 2,5-stündige Facebook Live Show mit Katie Weleba und Lukas Krenn geboten, mit exklusiven Interview-Partner und Studio-Gästen, damit die Fans ein völlig neue Art des Live-Tickers in Form einer TV-Sendung am Tablet, Bildschirm oder am Smartphone haben. Reichweiten von bis zu 30.000 Personen bestätigen dieses innovative Sendungsformat. 

Für Präsident Helmut Schwarzl waren die abgelaufenen zwölf Monate durch Zusammenhalt geprägt: „Für uns alle war das Jahr 2020 eine große Herausforderung. Corona hat leider auch unseren geliebten Fußball seit März fest im Griff gehabt und somit auch unser gewohntes Erlebnis in der NV Arena nachhaltig verändert. Dennoch hat mir diese Krise eines gezeigt: In den letzten Monaten hat unser gesamtes Rudel gemäß unserem Motto „we are one“ unter Beweis gestellt, dass wir als starkes Team mit unseren Fans und Partnern auch solche schwierigen Zeiten überstehen können. Mit diesem Zusammenhalt wollen wir unsere Ziele weiter verfolgen und hoffentlich mit allen Freuden des spusu SKN bald wieder unsere Erfolge in der NV Arena feiern können. Überaus erfreulich ist auch der Erfolg unserer Kooperationspartner: Der tolle Auftritt der spusu SKN Frauen in der UEFA Women´s Champions-League und die starke Präsenz der Basketballer in der Bundesliga. Herzliche Gratulation dazu! Der SKN ist zu einer starken Sport-Marke in Niederösterreich geworden, das freut mich besonders!

Neuer Vorstand im Sommer und neuer Business Klub Niederösterreich

Bei der Generalversammlung im Sommer dieses Jahres wurden mit Christoph Bachleitner, Andreas Ubl (Vize-Präsident) und Gottfried Denner gleich drei neue Vorstände gewählt, die sich aktiv in die Geschicke des Vereines einbringen.

Im Herbst konnte mit dem ehemaligen Landeshauptmann Erwin Pröll eine ganz prominente Persönlichkeit an der Spitze des Business Klubs Niederösterreich präsentiert werden. Der BKN ist ein Business Netzwerk von niederösterreichischen Unternehmerinnen und Unternehmern, die über die Plattform Fußball in Kontakt treten und auch soziale Projekte unterstützen. Die ersten Netzwerk-Events wie die Weinlese bei Winzer Partner Josef Dockner sind der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen und auf 2021 verschoben worden.

Und dass es die Wölfe neben dem sportlichen Bereich auch im wirtschaftlichen Sektor vernünftig durch das Jahr geschafft haben, freut General Manager Andreas Blumauer: „Das vergangene Jahr war durch die alles andere als alltäglichen Umstände definitiv anders als alle anderen. Zum Glück sind wir bis jetzt aber mit einem blauen Auge davongekommen und können positiv in die Zukunft blicken. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle zum einen bei unseren treuen Partnern und Sponsoren, zum anderen aber auch bei allen Fans, die den Verein durch ihren Verzicht bei den Abo-Rückzahlungen und den Kauf von Zukunftsticktes in dieser schwierigen Zeit unterstützt haben, herzlich bedanken und freue mich bereits auf ein Wiedersehen im neuen Jahr! Zu guter Letzt möchte ich mich auch bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Geschäftsstelle und bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern herzlich bedanken, denn es war auch dieses Jahr geprägt von Kurzarbeit und äußerst schwierigen Umständen. Wir sind die Nummer eins in Niederösterreich und darauf sind wir sehr stolz!“

Dem können wir uns nur anschließen! Wir wünschen allen Fans, Partnern und Sponsoren unserer Wölfe einen guten Rutsch ins Jahr 2021!

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