Präsident und General Manger klären auf!
05.08.2019

Stellungsnahme des Vereins zu den letzten Gerüchten!

Liebe Fans und Freunde des spusu SKN St Pölten!

In den letzten Tagen und Wochen wurden in den Medien viele Gerüchte gestreut und Falschmeldungen veröffentlicht. Daher möchten wir zu den Themen „FIFA Transfersperre“ und „Abgang Taxiarchis Fountas“ nachstehende Klarstellung für euch veröffentlichen.

FIFA Transfersperre

Fakt ist, dass die FIFA am 14. September 2018 das Urteil über die Transfersperre gefällt hat. Am 28. November 2018, dh. zwei Monate später, wurden alle beteiligten Parteien über das Urteil informiert. Dies bestätigt auch der Umstand, dass der Spieler Keita erst mit 30. November 2018 gesperrt wurde.

Innerhalb von zwei Wochen hat der spusu SKN einen Einspruch gegen dieses Urteil beim Internationalen Sportgerichtshof CAS eingebracht und um Aufschub ersucht. Der angesuchte Aufschub wurde am 21. Jänner 2019 vom CAS abgelehnt. Am 27. Mai 2019 hat die Anhörung beim CAS stattgefunden.

Der Einspruch wurde aufgrund eines Formalfehlers der Rechtsberater abgewiesen, da die FIFA nicht explizit am Deckblatt des Einspruchs als beklagte Partei angeführt war. Aufgrund des Formalfehlers wurde seitens des CAS die Causa Keita nicht mehr inhaltlich behandelt und die Transfersperre letztgültig bestätigt. Die letzte Instanz, ein Einspruch beim Schweizer Bundesgericht, werden wir nicht in Anspruch nehmen, da ein etwaiges Urteil erst nach der Transferperiode gefällt werden würde.

Wir wollen diesen Formalfehler jetzt auch nicht entschuldigen, es ist aber auch nicht unser Stil, jetzt Personen öffentlich anzuprangern oder zu verurteilen.

Festzuhalten ist:

·       Der spusu SKN hat in der gesamten Causa keine einzige Frist versäumt und die Stellungnahmen auch korrekt zugestellt

·       Das Problem dieses komplexen Falls ist die sogenannte Beweislastumkehr, dh. dass der Verein seine Unschuld beweisen muss. Das ist gegenüber der FIFA nicht ausreichend gelungen.

·       Wir haben uns zu einem restriktiven Umgang mit diesem Thema in der Öffentlichkeit entschieden, weil wir …

… fest davon überzeugt waren (und sind), dass uns keine Schuld trifft und die Transfersperre aufgehoben werden würde

… auch überzeugt waren, dass uns der CAS fair und praxisnah behandelt

… vermeiden wollten, dass Berater und Vereine diese Situation ausnutzen und pro-aktiv unsere Spieler „abwerben“

Das Gerücht, dass Dietmar Kühbauer den spusu SKN in Richtung Rapid wegen der Transfersperre verlassen hat, ist falsch, da der Wechsel am 1. Oktober 2018 vollzogen wurde und das Urteil erst, wie oben angeführt, am 28. November 2018 zugestellt wurde. Zum Zeitpunkt des Wechsels hatte der spusu SKN daher noch gar keine Kenntnis über das Urteil.

Festzuhalten ist weiters, dass die Abteilung Sport im speziellen auch Ranko Popovic und später der neue Trainer, Alexander Schmidt, über das Prozedere, die Causa, die Termine und Fristen von Beginn an involviert waren.

Die Transfersperre ist ein unangenehmes Thema für unseren Verein und wir werden alle daraus unsere Lehren ziehen und diese Transferperiode jetzt noch ohne Neuzugänge abwickeln.

Erfreulich ist, dass unser neuer Trainer von der Qualität des aktuellen Kaders überzeugt ist – und die Mannschaft dies beim ersten Heimspiel der neuen Saison gegen den SK Rapid schon unter Beweis gestellt hat. Trotz Sperre von Stammspielern und dem Ausfall verletzter Spieler hat die Mannschaft kämpferische Moral bewiesen, zweimal einen Rückstand aufgeholt, und ein verdientes 2:2 erzielt.

Liebe Fans, uns ist durchaus bewusst, dass die Außendarstellung dieses Themas nicht immer klar nachvollziehbar und für alle Anhänger des Clubs befriedigend war – wir bitten dahingehend aber um euer Verständnis, da der Fall äußerst komplex war und wir aufgrund der obengenannten Umstände zu gewissen Zeitpunkten nur bestimmte Informationen öffentlich machen konnten.

 

Fakten zum Abgang Taxiarchis Fountas

Da auch hier in den letzten Tagen viel geschrieben wurde, anbei noch ein paar Fakten zum Abgang des Spielers Fountas:

·       Wir wollten Taxi bereits vorigen Winter, also einige Zeit vor seiner Verletzung, langfristig an den Verein binden und haben mit seinem Berater betreffend einer Vertragsverlängerung (weitere 2 Jahre) verhandelt. Diese wurden auch nach der Verletzung des Spielers fortgesetzt. Bei diesen Verhandlungen aber wurde leider keine Einigung erzielt.

·       Wir hatten eine Option auf den auslaufenden Vertrag auf ein weiteres Jahr mit einer deutlichen Erhöhung der Bezüge, die nicht mehr in unseren Gehaltsrahmen gepasst hätten. Wir haben daher durch einen einstimmigen Beschluss sämtlicher Entscheidungsträger aus diversen Gründen, die auch in unserer Stellungnahme nach seinem Abgang explizit festgehalten wurden, die Option nicht gezogen, weil wir nach dem Jahr auch keine Möglichkeit mehr gehabt hätten, Transfergelder zu erlösen. Das Angebot, das wir Taxi für eine Verlängerung gemacht haben, war aus unserer Sicht aber mehr als fair und wir bedauern, dass er dieses nicht angenommen hat.

·       Entgegen einzelner Behauptungen hat es im Winter mit unserem Verein zu keiner Zeit Gespräche bzw. Angebote Rapids (oder anderer Vereine) betreffend eines Transfers des Spielers gegeben.

Unser Motto #weareone gilt in dieser Zeit im Besonderen und wir möchten hiermit betonen, dass der gesamte Verein – der Vorstand, die operative Führung, der Sport, die gesamte Administration – zusammenhält und einen einheitlichen Weg geht. Gerüchte und Falschmeldungen werden uns davon nicht abbringen.

Wir sind auch stolz auf unsere Fans, die nicht nur beim Rapid-Spiel die Verbundenheit mit dem Verein zum Ausdruck gebracht haben, sondern stets mit Geschlossenheit zum Verein stehen und auch das Positive sehen und einordnen können. Auf dieser Basis wollen wir den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit sämtlichen Stakeholdern des Vereins weitergehen und unsere Wölfe als eine fixe Größe in der österreichischen Bundesliga etablieren.

Mit sportlichen Grüßen

 

Helmut Schwarzl                                                         Andreas Blumauer

Präsident                                                                       General Manager

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