Pak trifft bei Cup-Erfolg gegen Ried!
29.10.2019

Traumtor sorgt für Viertelfinalticket!

Lange hat es gedauert, aber am Ende war bei unserem spusu SKN St. Pölten Feierstimmung angesagt: Kurz vor dem Schlusspfiff des Achtelfinales erzielte Kwang-Ryong Pak per Kopf gegen die SV Ried und Ex-Leitwolf Gerald Baumgartner das umjubelte 1:0-Siegestor und schoss unsere Elf somit ins Viertelfinale des diesjährigen Uniqa ÖFB Cups, wodurch unser Rudel wie im Vorjahr im Pokal überwintert.

Rene Gartler war der erste Gratulant nach dem Siegtreffer von Kwang-Ryong Pak!

Die Devise unseres spusu SKN St. Pölten vor dem Cupfight mit der SV Ried war klar: Man wollte unbedingt den Aufstieg ins Viertelfinale schaffen und damit im Pokal überwintern. Zu diesem Zweck nahm Leitwolf Alexander Schmidt im Vergleich zum Wochenende in der Bundesliga gleich drei Änderungen in der Startformation vor: Ingolitsch, Muhamedbegovic und Ambichl ersetzten Ljubicic, Luan und Petrovic. Maßnahmen, die vor allem zu Beginn Wirkung zeigten…

Mehr Spielanteile, aber keine Tore

Denn unser Rudel war von Anfang an gegen tiefstehende Gäste das klar spielbestimmende Team, das auch schnell die ersten Gelegenheiten vorfand: Zunächst fanden drei Versuche von Hofbauer nicht ihr Ziel (6., 7., 13.), ehe ein Kopfball von Pak am langen Eck vorbei ging (14.). Und auch Muhamedbegovic ließ seine erste Einschussmöglichkeit ungenutzt – nach einer Ecke stieg unser aufgerückter Verteidiger am höchsten, setzte das Leder am knapp über die Latte (20.).

Und diese Ineffizienz hätte sich beinahe gerächt: Nach einem schweren Fehler von Meisl lief Kovacec plötzlich allein auf Goalie Riegler zu, hob den Ball aber zum Glück am langen Eck vorbei (24.). Ab diesem Zeitpunkt tat sich unser Rudel wieder schwerer, um in der Offensive für Gefahr zu sorgen, ein Weitschuss von Hofbauer (36.) und ein Kopfball von Pak aus kurzer Distanz (37.) führten zudem ebenfalls nicht zum gewünschten Erfolgserlebnis. Somit ging es torlos in die Kabinen.

Pak erlöst die Wölfe!

Die erste gefährliche Aktion nach dem Seitenwechsel gehörte dann wieder den Innviertlern, doch Riegler war bei einem Kopfball von Canillas auf dem Posten (47.). Danach waren es wieder unsere Wölfe, die das Geschehen auf dem Platz bestimmten und auf die mittlerweile überfällige Führung drängten…

Allein die Chancenauswertung ließ weiterhin zu wünschen übrig. Erst geriet ein Freistoß von Balic zu zentral (49.), wenig später scheiterte Luxbacher aus spitzem Winkel an Ried-Schlussmann Kreidl (56.). Was folgte, war ein Feuerwerk an Möglichkeiten, aus denen allerdings ebenfalls kein Kapital schlagen konnte.

Zunächst traf Pak nach einem herrlichen Querpass von Balic aus drei Metern das leere Tor nicht (65.), ehe unser nordkoreanischer Stürmer bei Hereingaben von Ambichl und abermals Balic jeweils um Zentimeter zu spät kam (67., 73.). Als dann auch noch Luxbacher das Leder aus einem Meter Entfernung nicht im Gehäuse unterbringen konnte, machte sich innerhalb des Teams und auch auf den Tribünen langsam aber sicher Verzweiflung breit (75.).

Die war in der 83. Minute dann aber wie weggeblasen! Denn nach einer Flanke von Muhamedbegovic setzte sich Pak in der Mitte ideal durch, versenkte den Ball mit einem wuchtigen Kopfball aus elf Metern punktgenau im Kreuzeck und sorgte mit diesem Treffer für die mehr als verdiente Führung und damit für kollektive Ekstase (83.).

Es sollte nämlich das letzte Highlight in diesem Spiel sein, denn unsere Truppe hielt den letzten Verzweiflungsangriffen der Rieder "Wikinger" ohne große Probleme stand und sicherte sich damit das Ticket für das Viertelfinale! Jetzt gilt es aus diesem 1:0-Erfolg das nötige Selbstvertrauen mitzunehmen, um am Wochenende auch in Hütteldorf bestehen zu können!

 

spusu SKN St. Pölten – SV Ried  1 : 0 (0 : 0)

 NV Arena, 2.090 Zuseher, SR Heiss

Tor: 1:0 Pak (83.).

 

spusu SKN St. Pölten: Riegler – Meisl, Drescher, Muhamedbegovic – Ingolitsch, Luxbacher (89. Messerer), Ambichl, Hofbauer (55. Ljubicic), Davies – Balic (73. Gartler), Pak.

Der Sieg war hochverdient, wenngleich wir erste Halbzeit auch eine brenzlige Situation zu überstehen hatten. Da haben wir uns selbst in Probleme gebracht. Unser Problem ist auch in der Meisterschaft, dass wir im Angriffsdrittel zu fahrig agieren, den letzten Pass oder den letzten Schuss nicht konsequent genug hinbringen. Auch wenn Pak vor seinem Tor einige Chancen vergeben hat, zeigen gute Spieler oft in einer einzigen Aktion ihre Qualität. Und Pak ist ein guter Spieler.

"Leitwolf" Alexander Schmidt

Die Analyse von Sandro Ingolitsch zum Aufstieg im Cup:

Die besten Bilder der Partie:

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