Versprochen … und gehalten! Die Wölfe wollten in Kapfenberg endlich wieder treffen, endlich wieder gewinnen. Und das gelang letztendlich ziemlich eindrucksvoll. Und weil Tabellenführer bei Austria Salzburg nur einen Punkt erzitterte, gibt’s am kommenden Donnerstag ein „Endspiel“ um die Meisterschaft.

Gleich an drei Positionen hatte Trainer Cem Sekerlioglu seine Startelf gegenüber dem torlosen Derby gegen die Admira geändert: Nemanja Celic sowie die Stürmer Marco Hausjell und Valentin Ferstl rückten neu in die Mannschaft. Und vor allem letzterer hatte – bei seinem Startelf-Debüt – maßgeblichen Anteil, dass nach 457 Minuten die Torsperre endlich gebrochen wurde. Nachdem Lukas Buchegger in Minute 17 nach einem Stendera-Eckball per Kopf nur die Stange getroffen hatte, war es Ferstl, der Christoph Messerer in Position brachte – und der trifft flach mit links ins rechte untere Eck. Der Torbann war gebrochen!
Nun wagten sich auch die Gastgeber ein wenig aus ihrer Deckung, kamen durch Philipp Breit und Thomas Maier auch zu zwei Abschlüssen, Christopher Knett war aber auf dem Posten. Und in der 34. Minute gelang den Wölfen dann schon die Vorentscheidung: Nach einer herrlichen Aktion über Stefan Thesker und Nemanja Celic, war es diesmal Marco Hausjell, der die Kugel im Kapfenberger Tor unterbrachte – sein zehnter Saisontreffer bedeutete das 2:0. Weitere sieben Minuten später machte dann Marc Stendera den Sack endgültig zu. Nach einem Handspiel von Marco Pranjkovic gab’s Elfmeter und der SKN-Regisseur verwandelte trocken zum 3:0 (41.). Damit ging es auch in die Pause.
In der schaute man erstmals auch ein wenig nach Salzburg, wo die Austria gegen Tabellenführer Lustenau mit 2:0 führte …
Nach dem Seitenwechsel bemühten sich die Kapfenberger zwar um den Anschlusstreffer, blieben offensiv allerdings zu harmlos. Wenn sie einmal durchkamen, war Christopher Knett zur Stelle, der nun schon seit vier Partien ohne Gegentreffer blieb. Und die Wölfe? Die spielten die Partie trocken nach Hause, kamen durch den eingewechselten Filip Perovic in der 78. Minute noch zu einer Topchance. Letztendlich war man aber in der Schlussphase (verständlicherweise)mit den Gedanken – und vor allem den Ohren – schon mehr in Salzburg, wo Lustenau letztendlich zwar der Last Minute-Ausgleich gelang, letztendlich aber doch die nötigen Punkte liegen ließ. „Das wir jetzt das erträumte Endspiel haben“, war Cem Sekerlioglu nach den 90 Minuten nicht nur mit seinen Schützlingen voll und ganz zufrieden: „Die Burschen haben heute alles auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen und erarbeitet haben – ich bin mächtig stolz auf meine Mannschaft. Jetzt freue ich mich auf eine tolle Woche und dann auf heiße letzte 90 Minuten. In denen noch alles möglich ist. Ich hoffe in erster Linie, dass uns die Fans wieder so unterstützen, wie zuletzt gegen Admira. Dann werden wir unseren Teil in Sachen Meisterschaft sicherlich abliefern. Und schauen wir dann, was in Lustenau passiert.“
SV Kapfenberg – SKN ST. Pölten 0:3 (0:3)
Torfolge: 0:1 (27.) Messerer, 0:2 (34.) Hausjell, 0:3 (41.)Stendera (Elfmeter)
Gelbe Karten: Breit (14., Foul), Mikulic (65., Foul) bzw. Buchegger (25., Foul)
Kapfenberg: Colic; Maier, Breit, Zikovic, Littig (46. N‘Zi),Pranjkovic; Rostas (84. Puntigam), Marinovic (66. Kräutler), Mikulic (66. Hassler), Bleron Krasniqi (78.Kadlec); Dilek
SKN: Knett; Altersberger, Buchegger (46. Amoah), Skogen,Thesker (68., Borkovic), Carlson; Messerer, Stendera (68. Barlov), Celic;Ferstl (68. Gschweidl), Hausjell (75. Perovic)
AlpenstadionKapfenberg, 666 Zuschauer, SR Untergasser
