Ein Sieg gegen Hertha Wels musste her, um die Chance auf den Meistertitel in der ADMIRAL 2. Liga zu wahren. Und dazu Schützenhilfe aus Amstetten in Lustenau …

Und nicht nur die 4.582 Fans in der NV Arena glaubten daran. Auch, weil die Schützlinge von Cem Sekerlioglu vom Start weg alles versuchten, ihren Teil zu erledigen. Zwar wurde ein Volley von Marco Hausjell in Minute 8 von der Linie gekratzt. Und auch weitere gute Möglichkeiten von Valentin Ferstl (20.) und Lukas Buchegger (26.) brachten (noch) nichts ein. Aber man hatte immer das Gefühl, dass die Wölfe ihre Hausaufgabe erledigen würde. Selbst als die Lustenauer vor der Pause in Führung gingen.
Nach dem Wechsel ging dann ein echter Ruck durch die Arena. Und durch die Mannschaft. Denn Amstetten glich aus. Mit den Fans im Rücken gelang dann auch der langersehnte Führungstreffer. Der eingewechselte Bernd Gschweidl scheiterte noch an Keeper Kilian Schröcker. Den Abpraller übernahm Marco Hausjell und der wurde von Nicolas Keckeisen von den Beinen geholt – Elfmeter! Und den verwandelte Marc Stendera bombensicher (71.). Allein das Tor half nichts. Denn auch im Ländle gab‘s Strafraum. Für die Hausherren. Auch die verwandelten … und brachten die Führung über die Zeit.
So ging das Wolfsrudel als Sieger vom Platz, aber nur als Zweiter über die Ziellinie. „Was unheimlich weh tut“, gibt Coach Cem Sekerlioglu zu, „und trotzdem überwiegt der Stolz. Wir haben eine tolle Saison gespielt und wir haben vor allem dem SKN St. Pölten mit unserer Spielidee ein Gesicht gegeben. Ich will Lustenau ausdrücklich zum Aufstieg gratulieren. Sie haben am Ende gut performt und einen Punkterückstand wettgemacht. Klar ist aber auch, dass wir am Ende des Tages auf dem grünen Rasen am meisten Punkte gemacht haben. Helfen tut das aber nicht …“
SKN ST. PÖLTEN – HERTHA WELS 1:0 (0:0)
Tor: 1:0 (71.) Stendera (Elfmeter)
Gelbe Karten: keine bzw. Tischler(83., Foul)
SKN: Knett; Buchegger (88. Borkovic), Skogen,Thesker; Altersberger, Stendera, Messerer, Carlson; Amoah, Ferstl, Hausjell(83. Djuricin)
Wels: Schröcker; Thurnwald, Tischler, Keckeisen,Feyrer (77. Radics), Brugger (62. Müller); Malinovski, Sahin (90. Bosnjak),Conte, Gashi; Svec (77. Lechner)
NV Arena, 4.582 Zuschauer, SR Schnur
