Nach der Auftaktniederlage gegen die Vienna brennen die Wölfe auf das NÖ-Derby gegen Amstetten – da soll der erste Frühjahrs-Dreierher.
Erstmals seit Runde 3 lachen die Wölfe nach der bitteren 1:2-Auftaktniederlage gegen die Vienna nicht mehr von der Tabellenspitze. „Okay – dann eben vom Gejagten zum Jäger“, will Trainer Cem Sekerlioglu das aber nur nicht überbewerten. Viel wichtiger ist ihm, dass seine Schützlinge in dieser Woche die Partie ordentlich aufgearbeitet haben. Und das ist passiert! „Man hat vom ersten Training weg gesehen, dass der vergangene Freitag nicht spurlos an den Burschen vorübergegangen ist“, so der Coach, „alle sind jetzt noch ein bisschen mehr fokussiert, alle sind noch ein bisschen mehr bei der Sache. Und alle wissen, dass wir uns zuletzt mehr oder weniger selbst geschlagen haben. Der Hunger nach dem ersten Sieg im Frühjahr ist richtig zu spüren. In jeder Sekunde.“
Den soll es natürlich am Freitag im NÖ-Derby gegen Amstetten geben. Wobei allen bewusst ist, dass das kein Spaziergang wird. „Uns erwartet ein sehr intensives Spiel gegen eine sehr kompakte Mannschaft“, bereitet Sekerlioglu sein Team auf einen harten Fight vor, „aber wir sind vorbereitet und werden ein anderes Gesicht als zuletzt zeigen – davon bin ich überzeugt.“ Wohl auch in Sachen Startelf. Denn mit Sondre Skogen, der zuletzt Gelb-gesperrt gefehlt hat, kehrt ein wichtiger Defensivmann in den Kader zurück. Auch Kapitän Stefan Thesker ist diese Woche wieder ins Training eingestiegen. „Es gibt einige Möglichkeiten“, will sich Cem Sekerlioglu aber natürlich nicht in die Karten blicken lassen, „fix ist nur, dass alle auf dieses Derby brennen.“
Das tun aber natürlich auch die Gäste aus Amstetten, die auf ihren gesperrten Keeper Tiago Estêvão verzichten müssen. Die Brust des Lokalrivalen ist trotzdem breit. Immerhin hat man 15 Partien in Serie nicht verloren. Auch gegen die Wölfe blieb man im Herbst ungeschlagen. Das 0:0 war übrigens das dritte Remis in Serie in diesem Duell. Die Bilanz spricht aber ganz eindeutig für das Wolfsrudel: 6 Siegen stehen zwei Niederlagen gegenüber, drei Mal trennte man sich unentschieden. Wenn es nach Neuzugang Nemanja Celic – er ist gegen die Amstettner mit Ried zuletzt vier mal ungeschlagen geblieben, hat drei Mal einen Sieg gefeiert – geht, soll diese Bilanz am Freitag weiter ausgebaut werden: „Wir wollen und werden uns für den Ausrutscher zum Start rehabilitieren – wir können es viel besser und werden das gegen Amstetten von der ersten Minute an zeigen.“
