Die Wölfe machten sich beim Gastspiel in der Steiermark das Leben selbst schwer, vergaben viele gute Möglichkeiten – am Ende jubelten sie aber doch über einen mehr als verdienten 1:0-Auswärsterfolg.
Vom Start weg zeigten die Schützlinge von Cem Sekerlioglu, dass man in Gleisdorf der Herr im Haus ist. Obwohl der Platz alles andere als Bundesliga-tauglich war, versuchte man mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen. Und bereits in Minute 11 hatte Marco Hausjell die Führung am Fuß: Nach einer herrlichen Aktion vom eigenen Starfraum weg, kam der Torjäger im Strafraum völlig allein stehend zum Abschluss – sein Schlenzer ging aber über das Tor. Nur zwei Minuten später war es Sondre Skogen, der per Kopf zu einer Top-Chance kam. Leider daneben. Und in dieser Tonart ging es in den ersten 45 Minuten weiter. Die Sturm Youngster kamen fast nicht zum Durchschnaufen, die Wölfe zu vielen guten Einschussmöglichkeiten. Doch Hausjell (21., 43.) und Dirk Carlson (33.) scheiterten immer wieder an Keeper Elias Lorenz. Man belohnte sich einfach nicht für einen wirklich guten Auftritt …
Nach dem Wechsel änderte sich das Bild ein wenig. Die Hausherren kamen besser ins Spiel, beim Wolfsrudel begann der Motor ein wenig zu stocken. Zwar wurden die Jung-Blackys kaum gefährlich – bei Halbchancen von Jastrzembski (56.), Daniel Sumbu (59.) und Jonas Peinhart (65.) war Christopher Knett zur Stelle, aber unsere Blau-Gelb-Roten waren weiter dem Dreier näher. Auch wenn die ganz großen Möglichkeiten jetzt doch fehlten. Die gab’s erst wieder in der Schlussphase. Da wuchs Sturm-Keeper Lorenz aber wieder über sich hinaus. Sowohl bei einem Abschluss von Winfried Amoah (72.), als auch einem Marc Stendera-Kracher (90.) blieb er Sieger. Und so sah alles nach einem torlosen Remis aus. Bis zur Nachspielzeit! Da schlug dann die große Stunde von Youngster Valentin Ferstl, der in Minute 74 für den starken Bernd Gschweidl in die Partie gekommen war. Der Youngster stocherte die Kugel nach einem Eckball ins Tor, avancierte so zum Matchwinner … und ließ auch Coach Cem Sekerlioglu jubeln: „Ein tolles Gefühl! Die Burschen haben gezeigt, dass wir nie aufgeben und uns auch durch nichts von unserem Weg, unserem Plan abbringen lassen. Das macht mich unheimlich stolz. Vor allem was wir vor der Pause auf diesem Acker gezeigt haben, war echt sehenswert. Leider haben wir uns das Leben selber schwer gemacht, weil wir so viele Chancen vergeben haben. Aber letztendlich zählen am Ende die drei Punkte. Und die haben wir eingefahren!“
SK STURM GRAZ II - SKN ST. PÖLTEN 0:1 (0:0)
Torfolge: 0:1(90+3.) Ferstl.
Gelbe Karten: keine bzw. Gschweidl (50. Foul), Zehenthofer (77. Kritik), Ferstl (90+3. Unsportlichkeit)
SK STURM GRAZ II: Lorenz; Mustafic, Pernot, Scharmer, Sumbu (85. Osayantin), Bendra (75. Wolf),Maierhofer, Jastrzembski (60. Peinhart), Haider, Gurmann, Afrifa (85. Lazarre)
SKN St. Pölten: Knett; Buchegger,Skogen, Celic; Amoah, Stendera, Messerer, Carlson (83. Halmich); Hausjell (63.Mane), Gschweidl (74. Ferstl), Perovic (63. Djuricin)
Gleisdorf, 217 Zuschauer, Schiedsrichter: Manuel Baumann
