Niederlage im NÖ-Derby

Groß waren die Hoffnungen just im Derby gegen Amstetten wieder in die Erfolgsspurzurückzukehren. Und eine Halbzeit lang sah es auch gut für das Wolfsrudel aus. Doch am Ende stand man wieder mit leeren Händen da.

Vom Start weg entwickelte sich ein rassiges und sehr intensives Derby, das in den ersten 25 Minuten allerdings ohne große Torchancen blieb. Einzig ein Freistoß von Marc Stendera, den Amstetten-Keeper Simon Neidhart aus dem Kreuzeck fischte, sorgte für echte Gefahr.

In Minute 28 tauchte dann plötzlich Alieu Conateh im SKN-Strafraum auf. Doch Christopher Knett blieb im 1:1-Duell Sieger. Und so wogte die Partie weiter munter hin und her. Bis zur 37. Minute. Da zeigte Schiedsrichter Stefan Macanovic nach einer Attacke an Winfried Amoah auf den Elfmeterpunkt. Marc Stendera ließ sich diese Chance nicht nehmen und stellte auf 1:0. Irgendwie ein Befreiungsschlag für die Wölfe, die gleich nachlegen wollten. Und in Minute 40 hatten die Fans auch schon den nächsten Torschrei auf den Lippen. Nach einer herrlichen Ballstafette ließ Nemanja Celic, der diesmal zu seinem Startelf-Debüt kam, die Kugel durch, doch Amoah traf alleine vor dem Tor nur die Stange. Das sollte sich 60 Sekunden später bitter rächen. Denn da war nach einer Conateh-Flanke Amstettens Goalgetter David Peham mit dem Kopf zur Stelle und fixierte das 1:1. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Kabinen.

Aus der kamen die Gäste etwas bissiger zurück. Und in der 53. Minute stand es plötzlich 1:2 –nach einer schönen Aktion schloss Sebastian Wimmer eiskalt ins lange Eck ab. Ein Treffer, der das Wolfsrudel wieder ein wenig aufweckte. Schon wenige Minuten später hatte Marco Djuricin den Ausgleich vor den Beinen, doch errutschte an einem Stanglpass von Filip Perovic um Zentimeter vorbei (57.).

In der Folge bekamen die Gäste die Partie immer mehr in den Griff. Und in der 71. Minute patzte dann Amoah auch noch im Strafraum – Matthias Gragger nahm die Einladung dankend an, schloss zum 3:1 für den blau-gelben Lokalrivalen ein. Die Vorentscheidung. Denn die Wölfe schafften es nicht mehr wirklich für echte Gefahr im Amstettner Strafraum zu sorgen. So blieb es letztendlich bei der bitteren Heimniederlage, die Trainer Cem Sekerlioglu nach dem Schlusspfiff so analysierte: „Wir haben leider nur 45 Minuten unseren Matchplan durchgezogen. Nach dem vergebenen Matchball von Winnie Amoah ist die Partie gekippt. Nach dem Wechsel haben wir uns das Leben durch viele individuelle Fehler schwer gemacht und stehen jetzt mit leeren Händen da. Aber mich hat die Tabelle nicht interessiert, als wir vor Platz eins gelacht haben. Und sie interessiert mich jetzt nicht. Wir müssen einfach schauen, wieder in die Spur zu finden. Es sind noch viele Punkte zu vergeben …“

 

 

SKN St. Pölten – SKU Amstetten 1:3 (1:1)

 

Torfolge: 1:0 (37.)Stendera (Elfmeter), 1:1 (41.) Peham, 1:2 (53.) Wimmer, 1:3 (71.) Gragger

 

Gelbe Karten: Köchl(68., Foul)

 

SKN St. Pölten: Knett; Altersberger, Skogen, Buchegger; Amoah, Stendera, Krasniqi, Carlson; Celic (68.Hausjell); Perovic (78. Mane), Djurucin (68. Ferstl)

Amstetten: Neidhart; Köchl (76. Deinhofer), Wimhofer, Offenthaler, Pertlwieser, Gragger; Eisschill, Wimmer; Conateh (89. Oberwinkler), Peham (90.+1 Grubhofer), Steiger (46. Mayer)

 

NV Arena, 1.629Zuschauer, SR Macanovic

Wolf

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