Was für ein Fight des Wolfsrudels! Nach einem 0:1-Pausenrückstand holten die Schützlinge von Cem Sekerlioglu noch drei enorm wichtige Zähler gegen Austria Salzburg.
Volle Ränge in der NV Arena. Tolle Stimmung. So richtig sprang der Funken in den ersten 45 Minuten auf das Feld aber nicht über. Die Gäste aus Salzburg verteidigten von der ersten Minute an mit Mann und Maus. Den Wölfen fehlte es an Ideen, um den violetten Riegel zu knacken. Ein harmloser Schuss von Dirk Carlson nach einer Viertelstunde blieb der einzige Abschluss vor der Pause. Auch die Mozartstädter blieben praktisch völlig harmlos. Und doch führten sie zur Pause. Denn in Minute 23 zeigte Schiedsrichter Safak Barmaksiz nach einer Attacke von Carlson an Moritz Eder auf den Elfmeterpunkt. Allerdings hat er zuvor weiterspielen lassen, sein Assistent Thomas Kaplan overrulte ihn allerdings. Und der Lininenrichter blieb im Mittelpunkt. Denn nachdem Christopher Knett den Schuss von Luca Meisl pariert hatte, „mischte“ er sich wieder ein und zeigte an, dass sich der Keeper zu früh bewegt hatte. Bei der Wiederholung war Knett chancenlos– 0:1. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen.
Nach der Pause präsentierten sich das Wolgfsrudel dann vom Anpfiff weg viel bissiger. Vor allem der eingewechselte Bernd Gschweidl nahm Mannschaft und Publikum sofort mit. Und in Minute 52 war es dann soweit – Filip Perovic erlöste mit seinem Premierentor im SKN-Dress die Fans: Ein missglückter Schussversuch von MarcoHausjell wurde zur perfekten Vorlage für Perovic, der zum 1:1 einköpfte. DieWölfe blieben im Angriffsmodus, legten gleich nach. Denn in der 61. Minute wares Dirk Carlson, der zuerst per Kopf noch an Keeper Simon Nesler-Täubel, im Nachsetzen stellte er aber auf 2:1.
Die Partie war gedreht. Und in der 73. Minute hatte Perovic dann die Vorentscheidung auf dem Fuß: Nach herrlicher Vorarbeit von Marc Stendera überhob er Keeper Nesler-Täubl, doch Moritz Eder kratzte die Kugel noch von der Linie. So blieb es weiter spannend. Denn die Gäste steckten nicht auf, versuchten immer wieder Nadelstiche nach vorne zu setzen. Und in den Schlussminuten machten sie noch einmal so richtig Druck. Doch unsere Blau-Gelb-Roten brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. „Letztendlich mehr als verdient“, war Trainer Cem Sekerlioglu natürlich zufrieden: „Vor allem mit dem Auftritt nach der Pause. Da haben wir die richtige Reaktion gezeigt, den Rückstand weggesteckt und uns als echtes Team präsentiert. Ich bin richtig stolz auf die Truppe!“
SKN St. Pölten –Austria Salzburg 2:1 (0:1)
Torfolge: 0:1 (23.)Meisl (Elfmeter), 1:1 (52.) Perovic, 2:1 (61.) Carlson
Gelbe Karten: Messerer(46. Foul), Celic (90., Unsportlichkeit), Barlov (90.+4, Foul) bzw. Parkadze(87., Foul), Gruber (90.+1, Unsportlichkeit
SKN St. Pölten: Knett;Buchegger, Skogen, Celic; Amoah (75. Altersberger), Stendera, Messerer (86.Halmich), Krasniqi (46. Gschweidl), Carlson; Hausjell; Perovic (75. Ferstl)
Austria Salzburg:Nesler-Täubling; Eder, Aigner, Meisl, Marusic, Rohrmoser; Sorda, Kahrimanovic(72. Gruber), Rieder Parkadze, Lukasser-Weitlander
NV Arena, 3.111Zuschauer, SR Barmaksiz
