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Nackenschlag in der Nachspielzeit

Die Wölfe boten dem großen Titelfavoriten aus Linz lange die Stirn, waren mehr als ebenbürtig. Am Ende kassierte man aber einen bitteren Last Minute-Treffer. Und wieder steht man ohne Punkte da.

Zwei 0:1-Niederlagen zum Saisonstart … klar, dass die Stimmung bei den Wölfen nach den ersten 180 Saisonminuten alles andere als himmelhochjauchzend war. Coach Cem Sekerlioglu gab sich aber vor dem Schlager gegen BW Linz trotzdem entspannt. Selbst die Tatsache, dass der Bundesliga-Absteiger als ungeschlagener Tabellenführer in die NV Arena kam, brachte ihn nicht aus der Ruhe. Und dementsprechend präsentierte sich auch seine Startelf, in der mit Niklas Szerencsi und Leo Krasniqi zwei Neue standen. Vom Start weg agierte das Wolfsrudel konzentriert und sicher am Ball. Einzig echte Chancen konnte man sich vor der Pause nicht erarbeiten. Im Gegensatz zu den Gästen, die sich zwar hauptsächlich auf die Abwehrarbeit konzentrierten, aber trotzdem zwei Mal gefährlich vor Christopher Knett auftauchten: Nach einem Eckball setzte Goalgetter Ronivaldo einen Kopfball knapp neben das Tor (16.). Und in Minute 30 war es Erik Weinhauer, der mit einem Schuss innerhalb des Strafraums nur die Stange traf.
Das warf es aber auch schon mit den Höhepunkten der ersten 45 Minuten.
Nach dem Wechsel sahen die knapp 2.000 Zuschauer vorerst weiter fußballerische Schonkost. Die beiden Teams neutralisierten sich, warteten auf Fehler der Defensivreihen. Doch die ließen weiter kaum etwas zu …

Bis zur 75. Minute, da tauchte der eingewechselte Nico Grimbs plötzlich mutterseelenallein vor dem SKN-Tor auf – doch er rollte die Kugel vorbei. Der Startschuss für eine spannende Schlussviertelstunde, in der beide Teams den Sieg wollten. Und die Kugel fiel auf Blau-Weiß. Denn in der letzten Minute der Nachspielzeit war Plötzlich Grimbs zur Stelle und Knaller das Leder zum 1:0 für die den großen Titelfavoriten aus Linz in die Maschen. Ein echter Nackenschlag für die Wölfe und Cem Sekerlioglu, der nach dem Schlusspfiff meinte: „Das tut richtig weh. Und trotzdem bin ich stolz auf die Burschen, wie sie sich heute präsentiert haben, wie sie gerichtet haben. Ich fühle mich irgendwie in die letzte Saison versetzt – nur damals ist die Kugel eben für uns so gelaufen, wie sie heute für Blau Weiß gelaufen ist. Damals haben wir in letzter Sekunde die drei Punkte geholt. Wir müssen uns jetzt da raus arbeiten. Aber ich bin sicher, dass es bald klappt …“

SKN ST. PÖLTEN – BW Linz 0:1 (0:0)
Tor: 0:1 (90.+4) Grimbs
Gelbe Karten: Mane (90.+3, Unsportlichkeit) bzw.Conte (71., Foul), Varesi-Strauss (81., Unsportlichkeit)
SKN: Knett; Szerencsi, Skogen, Buchegger; Mane, Stendera, Krasniqi (85. Kolodziejczyk), Messerer (81. Rupp), Altersberger; Wanner (70. Amon), Gabbichler (70. Hartwig)
BW Linz: Oelz; Pasic, Maranda, Varesi-Strauss; Frieser (72. Riegler), Tsarenko (72. Grimbs), Conte, Weinhauer (87. Ruschke), Kreiker (87. Schiestl); Vucic, Ronivaldo (27. Collmann)
NV Arena, 2.010 Zuschauer, SR Baumann