Match RBS

Die Bullen geärgert – aber doch verloren

Volksfest-Stimmung in der NV Arena! Kein Wunder, war doch mit den Salzburger Bullen eines der rotweißroten Top-Teams im UNIQA ÖFB-Cup zu Gast. Und die Fans wurden nicht enttäuscht, sahen einen tollen Fight, nach dem sich die Wölfe trotz einer klaren 0:3-Niederlage absolut nicht verstecken müssen.

Die Gäste begannen überfallsartig und kamen schon in Minute 4 zur ersten Topchance. Doch Aboubacar Camera scheiterte nach einem tollen Stanglpass im Fünfer an Christopher Knett, der gleich einmal eine Glanzparade auspackte. Danach drückten die Mozartstädter weiter aufs Tempo, ohne allerdings wirklich gefährlich zu werden.

Nach etwas 15 Minuten schaltete auch das Wolfsrudel auf Offensivmodus. Und siehe da, man brachte die Defensive der Salzburger ein ums andere Mal in Bedrängnis. So stellte Winfried Amoah Keeper Christian Früchtl mit einem guten Schuss durchaus vor Probleme (20.). Eine Minute später rettete das Lattenkreuz bei einem Kracher aus gut 30 Metern von Leo Krasniqi – der Ball sprang zurück ins Feld. Und mehr oder weniger vor die Beine von Red Bull-Goalgetter Haris Tabakovic, der mehr Glück hatte: Sein Kracher aus elf Metern streifte die Unterkante der Latte – keine Chance für Knett (22.). Danach neutralisierten sich die beiden Team ein wenig. In Minute 31 waren es dann aber wieder die Salzburger, die sich vor dem Tor eiskalt zeigten: Camara entwischte der SKN-Abwehr und schob zum 2:0 ein. Ein Treffer, der unsere Blau-Gelb-Roten aber nicht schockierte, eher aufstachelte. Noch vor der Pause hatten Amoah (33.) und Patricio Rupp (34.) durchaus gute Einschussmöglichkeiten.

Und auch nach dem Wechsel ging es in dieser Tonart weiter. Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff tauchte der eingewechselte Luis Hartwig alleine vor Früchtl auf, der Salzburger blieb aber Sieger. Und in Minute 49 war es Jonathan Amon, der der Schlussmann der Bullen zu einer Glanzparade zwang. Der Anschlusstreffer lag in der Luft …

… doch es fiel das 0:3! Denn Bartosz Mazurek fackelte im Strafraum nicht lange und ließ Knett keine Chance (50.). Die endgültige Entscheidung. Auch wenn die Schützlinge von Cem Sekerlioglu weiter alles versuchten, dem „Goliath“ das Leben so schwer wie möglich zu machen. So scheiterte etwa Amoah in Minute 75 nach einer herrlichen Einzelaktion nur denkbar knapp. Christoph Messerers Abschluss streifte um Milimeter am Gehäuse vorbei (83.). Timo Altersberger wiederum überhob Tormann und Tor (84.). Der Ehrentreffer wollte und wollte einfach nicht gelingen. Was auch Trainer Cem Sekerlioglu letztendlich als echten Wermutstropfen sah: „Den hätten wir uns wirklich verdient! Ich bin stolz auf diese Leistung gegen diesen Top-Gegner. Zumal wir in der zweiten Spielhälfte sogar die bessere Mannschaft waren. Vor allem haben wir gezeigt, wie wir Fußball spielen können. … und wollen. Ich denke es war Werbung für unseren Fußball.“

SKN St. Pölten – Red Bull Salzburg  0:3 (0:2)

Tore: 0:1 (22.) Tabakovic, 0:2 (31.) Camera, 0:3 (50.) Mazurek

Gelbe Karten: Mane (53., Foul) bzw. Keine

SKN St. Pölten: Knett; Szerencsi, Buchegger (72. Altersberger), Skogen; Messerer, Krasniqi; Amoah, Rupp (46. Hartwig), Mane (72. Halmich); Gabbichler (59. Kolodziejczyk), Amon (72. Wanner)

Red Bull Salzburg: Früchtl; Veratschnig (56. Morgalla), Drexler, Melberg (61. Zabransky), Krätzig; Tohumcu, Mazurek (73. Aguilar); Baidoo (56. Lindstrom), Konate (56. Kitano), Camera; Tabakovic

NV Arena, 3.897 Zuschauer, Schiedsrichter Sadikovski