SOCCER 2. Liga, Liefering vs St.Poelten

Unnötiges Zittern gegen Liefering

Was für ein Auftritt des Wolfsrudels in Liefering! Man spielte die Jungbullen regelrecht an die Wand … und musste trotzdem lange um den zweiten Saisonsieg zittern. Weil man einfach zu viele Chancen liegen ließ. Letztendlich gingen die Wölfe aber doch als völlig vereinter Sieger vom Platz.

Vom Start weg übernahm die Elf von Cem Sekerlioglu, die wieder von Kapitän Marc Stendera aufs Feld geführt wurde, das Kommando. Und man gleich zu zwei Top-Chancen. Doch Winfred Amoah (2.) und Christoph Messerer (3.) ließen die Führung ebenso liegen, wie und El Hadji Mane (16.). Und so musste Neuzugang Gabriel Jesus David „herhalten“ – der Nigerianer drückte in der 18. Minute eine Hereingabe von Mane über die Linie. Weil nur drei Minute später der Salzburger Defensivmann Domina Traore die zweite Gelbe Karte sah und vorzeitig unter die Dusche musste, schienen die drei erhofften Punkte bereits am Servier-Brett zu liegen. Doch die Wölfe packten einfach nicht zu. Ließen vielmehr Chance um Chance liegen. Zur Pause hätte es gut und gerne 5:0 stehen können … ja müssen.  Man ging aber nur mit der knappen 1:0-Führng in die Kabinen.

Auch nach dem Wechsel wollte das Runde einfach nicht ins Eckige. Immer wieder tauchten Jonathan Amon & Co vor Liefering-Keeper Jonas Winklhofer auf – der blieb aber immer wieder Sieger.

Allerdings wurden jetzt plötzlich auch die Hausherren gefährlich. Christopher Knett hatte alle Hände zu tun, um den Ausgleich zu verhindern. Mija Matjasec (54.) und Jakob Zangerl (61.) scheiterten noch. Said Nisic stellte die Partie mit seinem Kopfballtreffer in Minute 78. dann aber doch auf den Kopf. Plötzlich waren die sicher geglaubten Punkte für unsere Blau-Gelb-Roten in Gefahr. Doch dann trafen die Wölfe doch noch. Es waren zwei Joker, die dafür sorgten. Zwei Mal setzte Timo Altersberger nämlich Luis Hartwig in Szene, und zwei Mal netzte der Deutsche (82. und 90.+2). Sehr zur Freude von Trainer Cem Sekerlioglu, der nach der Partie nur meinte: „Einfach abnormal, was wir liegen gelassen haben.“ Und auch Sportdirektor Christoph Freitag schlug in die gleiche Kerbe: „Ein Wahnsinn in Wahrheit, dass wir da um den Sieg zittern mussten. Wir haben Liefering über weite Strecken spielerisch auseinandergenommen. Aber unsere Chancenverwertung war leider katastrophal. Am Ende überwiegt bei mir aber schon die Freude über den Sieg.“

FC LIEFERING – SKN ST. PÖLTEN 1:3 (0:1)

Torfolge: 0:1 (18.) David, 1:1 (78.) Nisic, 1:2 (82.) Hartwig, 1:3 (92.) Hartwig

Gelb-Rote Karte: Traore (21., Foul)

Gelbe Karten: Traore (12., Foul), Zangerl (39., Foul) bzw. Krasniqi (66., Foul)

Liefering: Winklhofer; Hussauf, Masching, Pokorny (63. Nisic), Traore; Matjasec (63. Ganser), Riquelme (63. Sulbaran), Ivanschitz (77. Werner), Aleksic; Adejenughure, Leles (24., Zangerl)

SKN: Knett; Szerencsi, Buchegger, Skogen; Amoah (41. Altersberger), Stendera (69. Gabbichler), Messerer, Krasniqi, Mane; David (80. Hartwig), Amon

Red-Bull-Arena Salzburg, 200 Zuschauer, SR Macanovic.