
Nach Chancenwucher gab‘s nur einen Punkt
„Wir wollen diese drei Punkt. Wir wollen den achten Sieg in Serie gegen die Rapid-Youngster“ – die Ansage von Cem Sekerlioglu vor der Partie gegen Rapid II war ganz klar. Dementsprechend motiviert gingen die Wölfe, die auf Christoph Messerer (Rippe gebrochen) verzichten mussten, auch ins Spiel. Vom Start weg wurde der Vorwärtsgang eingeschaltet. Und in den ersten 15 Minuten hätte man schon alles klar machen können … ja müssen!
In der zweiten Minute streifte ein Abschluss mit der Ferse von Marc Stendera ebenso knapp am Tor vorbei, wie Augenblicke später sein Schuss aus knapp elf Metern. Dann war es Keeper Orgler, der einen Freistoß des SKN-Kapitäns mit Mühe entschärfen konnten (10.). Als Nächster versuchte es Lukas Gabbichler – wieder nichts (12.). Das muntere Scheibenschießen ging weiter. Gabriel David zog in der 14. Minute alleine auf das Rapid-Tor, doch auch er verzog ganz knapp.
Danach verflachte die Partie ein wenig. Die Gäste stellten sich besser auf den Offensivdrang des Wolfsrudels ein. Trotzdem brannte es immer wieder vor dem Tor von Lorenz Orgler. Alleine, unsere Balu-Gelb-Roten konnten ihn einfach nicht bezwingen. Und so ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen.
Auch nach dem Wechsel war es die Sekerloglu-Elf, die vom Start weg das Kommando übernahm. Im Gegensatz zum ersten Durchgang fehlten aber lange die zwingenden Torchancen. Auch, weil es den Rapidlern mit vielen kleinen Fouls immer wieder gelang, den Spielfluss der Wölfe zu stoppen. Und so hatten die Gäste plötzlich aus dem Nichts die erste Top-Chance in den zweiten 45 Minuten. Und das gleich doppelt! Nach einem Stanglpass knallte Nicolas Jozepovic den Ball aus fünf Metern an die Querlatte, von der dann auch der Nachschuss von Edin Jakup zurück ins Feld sprang (59.).
Ein Warnschuss für das Wolfsrudel?
Durchaus – aber so richtig wollte die Offensiv-Maschinerie in der Folge nicht mehr ins Laufen kommen. Man war bemüht. Man war engagiert. Aber man war einmal mehr glücklos. Entweder klappte der letzte Pass nicht. Oder die Abschlüsse aus der Ferne verfehlten ihr Ziel.
Und auch in der zehnminütigen Nachspielzeit gelang es Stendera & Co nicht mehr das Glück zu erzwingen. Man versuchte alles, aber man brachte den Ball einfach nicht mehr aufs Tor. Geschweige denn ins … Was ich Trainer Cem Sekerlioglu nur mit einem Kopfschütteln kommentieren konnte: „Ich kann den Burschen nicht viel vorwerfen, sie haben die Spielplan 95 Minuten gut umgesetzt – aber ohne Tore kann man eben kein Spiel gewinnen. Wir vergeben einfach zu viele Chancen.“
SKN St. Pölten – Rapid II 0:0
Gelbe Karten: Skogen (66., Foul), Szerencsi (87., Foul) bzw. Tütünci (52., Foul)
St. Pölten: Knett; Szerencsi, Skogen, Borkovic (73. Buchegger); Rupp (67. Amoah), Stendera, Krasniqi, Kolodziejczyk (67. Hartwig), Mane; Gabbichler (73. Wanner); David (86. Altersberger)
Rapid II: Orgler; Mahiya, Gröller, Yeboah Bonsu, Tütünci (87. Ozvold); Music, Thiero, Szladits, Jakupi (87. Rahmani); Polke (75. Silber), Jozepovic (61. Berger)
NV Arena, 1.391 Zuschauer, SR Gächter