
Last Minute-Sieg gegen Bregenz
Last Minute-Sieg gegen Bregenz
Die Wölfe feierten gegen SW Bregenz den dritten Meisterschaftserfolg in Folge. Und zwar in letzter Minute.
„Auf uns wartet eine Mannschaft, die in allen Belangen unangenehm zu bespielen sein wird“, warnte SKN-Coach Cem Sekerlioglu seine Schützlinge vor der Partie gegen SW Bregenz. Und so präsentierten sich die Vorarlberger auch von Minute eins an: Giftig! Spritzig! Beinhart! Und immer wieder gefährlich …
In Minute 18 rettete zum Beispiel die Latte, als Reo Sealey nach einem schweren Patzer von Lukas Buchegger alleine am Fünfer auftauchte. Wenig später wurde ein Schuss von Anteo Fetahu aus 11 Metern gerade noch geblockt (23.). Der Bregenz-Stürmer war dann in Minute 33 wieder zur Stelle – traf aber auch nur die Stange.
Und die Wölfe? Versuchten immer wieder Nach vorne zu spielen, Chancen gab es aber kaum. Einzig Jonny Amon stellte die Bregenzer Defensive einmal wirklich vor Probleme, sein Schuss wurde aber noch kurz vor der Linie abgewehrt (27.).
Das gelang den Wölfen dann in Minute 40 nicht mehr. Wieder ein katastrophaler Fehlpass aus der Abwehr heraus. Und diesmal lassen sich die Bregenzer die Chance nicht entgehen – Gabryel Monteiro de Andrade stellt auf 1:0. Damit geht es auch in die Kabinen.
Nach dem Wechsel sehen die knapp 1.300 Zuschauer weiter eine flotte Partie. Diesmal haben unsere Blau-Gelb-Roten die erste Top-Chance: Doch der Schuss von Bacary Mane wird auf der Line per Kopf abgewehrt (52.). Danach versuchen die Sekerlioglu-Schützlinge alles, um die Bregenzer mehr und mehr unter Druck zu setzen. Lange verfing man sich aber in der dicht gestaffelten Gäste-Abwehr. In Minute 75 war es dann aber soweit: Der eingewechselte Lukas Gabbichler setzte mit einer herrlichen Flanke Gabriel Jesus David in Szene und der köpfte zum vielumjubelten Ausgleich ein. Der Startschuss für eine ganz heiße Schlussphase, in der die Wölfe letztendlich das Glück erzwangen. In der sechsten Minute der Nachspielzeit flankte Luis Hartwig einmal mehr in den Strafraum und Timo Altersberger brachte den Ball, mit etwas Glück, zum 2:1 im Tor unter.
Danach brachen alle Dämme. Die Wölfe jubelten. Die Gäste tobten. Und Schiedsrichter Samuel Sampl kam nicht nach Karten zu verteilen. Unter anderem sah Athletiktrainer Simon Zehenthofer Rot. Doch das war letztendlich egal … nach dem Schlusspfiff wurde nur mehr gefeiert. Mitten drin in der Jubeltraube natürlich Trainer Cem Sekerlioglu: „Ich bin so stolz auf meine Mannschaft. Wir haben die schlechte erste Halbzeit weggesteckt und uns diesen Sieg so richtig erkämpft. Es tut gut mit so einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause zu gehen.“
SKN St. Pölten – SW Bregenz 2:1 (0:1)
Torfolge: 0:1 (40.) Gabryel, 1:1 (75.) David, 2:1 (90.+6) Dantes (Eigentor)
Rote Karte: Zehenthofer (90.+7; Unsportlichkeit)
Gelbe Karten: Amoah (35., Foul), Skogen (59., Foul), Altersberger (61., Foul), Stendera (62., Foul), bzw. Souza Nascimento (37., Unsportlichkeit), Rodrigues De Freitas (80., Foul), Nussbaumer (84., Unsportlichkeit), Gabryel (90.+8, Unsportlichkeit)
SKN: Knett; Szerencsi (72. Gabbichler), Buchegger (46. Borkovic), Skogen; Amoah (60. Altersberger), Stendera (72. Hartwig), Messerer, Krasniqi, Mane; David, Amon
SW Bregenz: Aizawa; Au Yeong, Rodrigues De Freitas, Torelli (8. Souza, 79. Nussbaumer), Costa Cesco (79. Soares Dantas); Omotehara (67. Davies), Cecchini Muller (67. Araki), Gabryel, Zaizen; Fetahu, Sealey
NV Arena, 1.302 Zuschauer, SR Sampl