„Wir sind bestens gerüstet“

Zwei Tage vor dem geplanten Saisonstart gegen die Vienna plauderten wir mit Cheftrainer Cem Sekerlioglu über den Herbst, die Vorbereitung, die Neuzugänge und natürlich das Titelrennen.

Zwei Monate Pause sind genug… wie groß ist die Vorfreude auf den Start in die Frühjahrssaison?

Ganz klar – riesig! Aber man muss auch sagen, dass die längere Pause nach dem letzten Spiel im Dezember gut getan hat. Vor allem für den Kopf. Um Schluss hat man schon gesehen, dass wir alle müde waren. Körperlich. Aber auch geistig.

 

Und jetzt sind die Batterien wieder aufgeladen?

Das kann man so sagen. Ich bin richtig stolz auf die Burschen, wie sie unser Heimprogramm – da hat Simon Zehenthofer wirklich ganze Arbeit geleistet – umgesetzt haben. Seit Anfang Jänner arbeiten wir jetzt mit Vollgas daran, unsere Ziele umzusetzen.

 

Die wie lauten?

Wir sind derzeit die Nummer 1 der Liga – klar, dass wir so lange wie möglich da vorne bleiben wollen. Aber letztendlich geht es mir in erster Line darum, dass wir unseren eingeschlagenen Weg weitergehen. Wir haben uns im Sommer zum Beispiel das Ziel gesetzt, einen Fußball zu spielen, der einen echten Wiedererkennungswert hat. Und das haben wir umgesetzt. Jetzt heißt es aber auch die nächsten Schritte zu machen.

 

Noch ein letzter Blick zurück in den Herbst – was hat der mit dem Cheftrainer Cem Sekerlioglu gemacht?

(schmunzelt) Da muss ich gleich einmal anmerken, dass ich mich persönlich nicht viel verändern musste. Letztendlich ist es nämlich egal, für welche Mannschaft man verantwortlich ist. Ob Nachwuchsteam. Ob Profimannschaft. Wichtig ist am Ende nämlich wie man gemeinsam zum Erfolg kommt. Um aber auch ein bisschen ins Detail zu gehen. Mein Highlight war die Cup-Partie gegen Rapid. Auch wenn wir sie leider am Ende verloren haben. Aber der Auftritt meiner Truppe hat mich wirklich stolz gemacht. Enttäuscht war ich einzig und allein mit den ersten 45 Minuten bei der Niederlage gegen den FAC. Die waren nämlich wirklich schlecht. Sonst war es ein toller Herbst.

 

Dem ein noch tolleres Frühjahr folgen soll?

Nochmals – wir lassen die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Wir arbeiten konzentriert weiter, schauen nicht zu weit nach vorne. Wir wollen unser weiter entwickeln. Wir wollen unseren Stil verfeinern. Und natürlich wollen wir gewinnen.

 

Und das mit einem durchaus neuformierten Kader …

Das war nicht ganz so geplant, hat sich aber so entwickelt. Wir sind mit einem Kader in die Saison gestartet, von dem man sagte, dass er sehr dünn ist. Dann haben wir bewiesen, selbst Ausfälle kompensieren zu können. Jetzt gab‘s am Ende der Transferzeit einige überraschende Wendungen, die uns zum Reagieren gezwungen haben. Es freut mich, dass wir einen Kader zusammen stellen konnten, der uns doch einigen Spielraum lässt.

 

Um nicht zu sagen, es gibt die Qual der Wahl?

(lacht) Es sollte mir nichts Schlimmeres passieren. Spaß beiseite – der Kader hat sich gut entwickelt, wir sind gerüstet.

 

Die Neuzugänge werden also Verstärkungen sein?

Davon sind wir überzeugt, sonst hätten wir sie nicht geholt. Bei Marco Djuricin habe ich eine klare Idee davon, wie er und wo er uns helfen kann. Nämlich im Strafraum. Alexandar Borkovic kann mehrere Positionen in der Defensive spielen. Nemanja Celic bringt unglaublich viel Erfahrung mit. Und die beiden Youngster Julian Halmich und Filip Perovic sind zwei ganz spannende Spieler, die durchaus überraschen können.

 

Kurz zum Titelrennen – wer ist der schärfste Konkurrent?

Es sind fünf Teams da vorne dabei, es gibt also vier echte Konkurrenten. Auch wir hatten im Herbst eine Schwächephase – wie alle anderen Teams, die mit uns da vorne stehen. Wem es gelingt, diese im Frühjahr zu vermeiden, der wird am Ende vorne stehen.

 

Last but not least – eine kurze Vorschau auf die Vienna-Partie. Was erwartet das Wolfsrudel?

Ich denke, dass uns die Vienna nicht wirklich überraschen kann. Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet, wollen wie immer dominant auftreten. Und natürlich punkten. Die Burschen sind bereit, scharren schon so richtig in den Startlöchern…

Wolf

#weareone

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