"Hier ist der perfekte Ort, um mich zu entwickeln!"

Mit Yannick Scheidegger läuft in dieser Saison erstmals ein Schweizer für unser Rudel auf. Wie sich der 21-Jährige bereits in Österreich eingelebt hat, warum seine Französisch-Kenntnisse dauerhaft gefragt sind und was er von der kommenden Saison erwartet, erfahrt ihr hier im Interview!

Yannick, die Vorbereitung ist endgültig vorbei, das erste Saisonspiel steht vor der Tür. Wie gut sind die Wölfe aus deiner Sicht auf den Auftakt vorbereitet?

Ich glaube, dass wir diese Phase sehr gut über die Bühne gebracht haben. Neben der Tatsache, dass die Abläufe auf dem Feld immer besser funktionieren, hat uns diese Zeit auch als Mannschaft zusammengeschweißt. Die Neuzugänge inklusive mir sind bereits top integriert und wir ziehen alle an einem Strang. Aus meiner Sicht sind alle Voraussetzungen für einen gelungenen Saisonstart gegeben.

Im ersten Pflichtspiel gab´s im Cup in Leobendorf einen echten Thriller, der für unser Rudel zum Glück positiv ausgegangen ist. Was hat die Mannschaft aus diesem Spiel mitnehmen können?

Es war definitiv wichtig, dass uns nochmal vor Augen geführt wurde, dass wir unseren Matchplan bis zum Abpfiff voll durchziehen müssen und keine Sekunde nachlassen dürfen. Diese Konsequenz wird in den nächsten Wochen und Monaten entscheidend sein. Man hat aber auch gesehen, dass die Mannschaft über viel Qualität verfügt – diese gilt es jetzt regelmäßig abzurufen. Und dass die Mentalität stimmt, haben wir mit der richtigen Antwort auf den späten Ausgleich wohl eindrucksvoll unter Beweis gestellt (lacht).

Schauen wir ein bisschen auf deine bisherige Karriere: Du bist bei den Grashoppers Zürich groß geworden und warst Kapitän der U21-Mannschaft. Damals hast du auch unter Stephan Helm trainiert – wieso hast du dich nun für einen Wechsel nach Österreich entscheiden?

Ich hatte in Zürich eine sehr prägende Zeit, immerhin sind die Grashoppers ja mein Jugendverein – letztendlich war aber die Zeit für den nächsten Schritt für mich gekommen. Während der Probezeit bei den Wölfen hat mich letztendlich das Gesamtpaket überzeugt: Die Infrastruktur, die Teamkollegen, die Mitarbeiter – das alles hat einfach gepasst. Deshalb bin auch überzeugt, dass hier der richtige Ort für meine weitere Entwicklung ist.

Wenn man unseren Trainer auf dich anspricht, wird das Gespräch sehr schnell auf dein Debüt für die Kampfmannschaft der Grashoppers und deine Performance in den Spielen nach der Pandemie gelenkt – wie sehen deine Erinnerungen an diese Zeit aus?

Diese Phase hat mich natürlich sehr geprägt und zählt zu den Highlights meiner bisherigen Karriere – vor allem meine ersten Spiele gegen Aarau und Lausanne sind mir da besonders in Erinnerung geblieben, weil ich auf dieses Debüt Jahre lang hingearbeitet habe und mir diese Einsätze deshalb sehr viel bedeuten. Das werde ich wohl nie vergessen.

Du kannst auf der linken Abwehrseite und im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Wo fühlst du dich persönlich wohler?

Ehrlich gesagt eher auf der Sechser-Position, da das meine angestammte Rolle ist, die ich Jahre lang gespielt habe. Dennoch habe ich mit Sicherheit auch das Potenzial auf der linken Abwehrseite zu agieren, wobei ich mich hier definitiv noch verbessern will. Generell spiele ich aber natürlich dort, wo die Trainer mich aufstellen und ich dem Team am besten helfen kann.

Du sprichst mehrere Sprachen, unter anderem auch französisch – wie oft bist du derzeit auf und neben dem Platz als Übersetzer aktiv?

Stimmt, wenn man Schweizerdeutsch als eigene Sprache zählt, sind es insgesamt vier (lacht). Meine Französischkenntnisse sind derzeit tagtäglich gefragt, weil ich zusammen mit Souleymane Kone und Fadhel Morou Dolmetscher für die weiteren Legionäre spiele. Das spielt sich immer mehr ein. Auf dem Platz ist es schon um einiges einfacher als außerhalb des Spiel- und Trainingsbetriebs, aber auch abseits des Feldes funktioniert es immer besser.

Kommen wir zum Auftakt am Samstag – worauf wird es gegen den FC Dornbirn vor allem ankommen, um gleich mit einem positiven Resultat in die neue Saison zu starten?

Wie bereits zuvor erwähnt, wird es wichtig sein als Mannschaft aufzutreten und von der ersten Minute bis zum Abpfiff unser Ding durchzuziehen. Wenn wir an uns glauben und unser Potenzial abrufen, bin ich davon überzeugt, dass wir für jeden Gegner in der Liga eine harte Nuss sein werden. Deshalb gilt es auch den Schwung aus der Vorbereitung und dem Cupauftritt nun entsprechend mitzunehmen und gleich ein Erfolgserlebnis anzuvisieren.

Weg vom hier und jetzt und ein bisschen mehr in die Zukunft – was erwartest du dir von der kommenden Saison und welche Ziele steckt sich unser Rudel?

Es wird mit Sicherheit für alle Beteiligten eine spannende Saison, in der wir uns als gesamtes Team weiterentwickeln wollen. Ein besserer Tabellenplatz als letztes Jahr sollte aber auf alle Fälle drin sein. Die Top 5 sind mit Sicherheit im Bereich des Möglichen.

Wolf

#weareone

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